"Da komm ich doch glatt ins Schwärmen"

Viktoria Preußen – SG Bornheim 3:7

Donnerstag, 10. April 2014

Jubelnde Bornheimer
Es darf weiter gejubelt werden – Bornheim siegt auch beim Schlusslicht Viktoria Preußen

Als alter Fan und Anhänger dieser Bornheimer Mannschaft, und das bin ich ja nun mal, der diese Zeilen hier schreibt, kann ich dieser Tage nur schwärmend sagen, "völlig egal, wen der Trainer aufstellt, das läuft!".
Da wird erst vier Tage zuvor kein geringerer als die SG Anspach mit "fünf Dingern" wieder über die Saalburg geschickt, schon geht's zum Tabellenschlusslicht Viktoria Preußen und die Rudolf-Elf, in bester Torlaune, setzt mit "sieben Buden" noch einen drauf. Vor noch garnicht allzulanger Zeit hätte ein jeder vor dieser Begegnung prophezeit, "Beim Tabellenletzten? Da gibt's schön auf die Mütze".
Aber weit gefehlt; da steht plötzlich ein Björn Schönberger auf dem Platz (Patrick "Erich" Stanskus musste schon früh verletzt raus), der am Sonntag zuvor nicht mal in der 2. Mannschaft Berücksichtigung fand, und macht zwei blitzsaubere Tore, eins mit dem Kopf, eins zimmert er humorlos aus 16 Metern in die Maschen. Da trifft ein Bastian Heinz genau im richtigen Moment (als Preußen sich mit dem 1:3 zurück ins Spiel meldete), mit seinem ersten Gruppenligatreffer überhaupt, und hält die Preußen wieder auf drei Tore Abstand. Dennis Borchard, seit Wochen in bestechender Form, trifft gleich im Doppelpack, Manuel Elford und Benni "Tormaschine" Beutel, mit seinem 17. Treffer, lassen sich nicht lumpen und treffen auch. Wer keine Tore schießt, versucht sie zu verhindern, oder beteiligt sich am Spielaufbau, wie die Schmanke Brüder, Till und Paul, die beständig starken Marc Muenzel, Louis Cordes, und einer, von dem am gestrigen Abend Bornheims Trainer-Legende Wolfgang Adis anerkennend meinte "der Fuffzehner, ich weiß zwar net wer des is, aber der ist richtig stark", nämlich Simon Rummel. Und wer im Tor steht, in diesem Fall war's mal wieder Eduard Malsam, wird dann fast zur Nebensache. Gut, drei Gegentore beim Tabellenletzten, muss man nicht haben, aber was soll's, wenn vorne sieben fallen?
OK, OK, ich komm mal langsam wieder runter! Genug geschwärmt. Mal hören was der Trainer Maik Rudolf nach dem Abpfiff sagt … "Es war das erwartet schwere Spiel." – Naja, damit hat er natürlich recht. Die Preußen haben sich mit allen Mitteln, hart und überwiegend auch fair, gewehrt. Nur mannschaftlich hatten sie den Gästen von der Berger Straße letztendlich wenig entgegenzusetzen. Bornheims gute Form der letzten Wochen holt man sich aber auch nicht vom Reden, dahinter steckt harte Arbeit, und im Gegensatz zu der jungen, überhastet agierenden Mannschaft der Preußen, sieht man den Bernemer Buben an, dass sie seit Jahren zusammenspielen und eine Menge Erfahrung mit auf den Platz bringen. Und wenn ich jetzt bedenke, das mit einem Daniel Gutberlet, Mario Koch, Niklass Troll, Ilker Kula, Moritz Schneider, Aljoscha Atzberger und einem richtig fitten Marius Skor, und ich sag's jetzt einfach mal (hoffentlich habe ich keinen vergessen), "Herzstücke der Mannschaft" fehlen, dann komme ich schon wieder ins Schwärmen, auch wenn der Trainer Maik Rudolf das sicherlich alles viel nüchterner sieht, wenn er einfach nur bemerkt "Trotz der Ausfälle von einigen Leistungsträgern waren wir dennoch sehr präsent, und haben auch verdient gewonnen". (GG)

1. und 2. Frauen

Sieg zum Auftakt der "Wochen der Wahrheit"

Kollektives Aufatmen beim Bornheimer Hessenliga-Team: Dank eines knappen aber verdienten 0:1-Auswärtserfolgs bei BG Marburg, konnte das Team von Trainer Sven Walzer den ersten Saisonsieg einfahren und damit gleichzeitig den letzten Tabellenplatz verlassen. „Das war ein eminent wichtiger Sieg in einem für uns richtungsweisenden Spiel“ war der Bornheimer Coach nach dem Spiel dementsprechend erleichtert. Dagegen zeigt die Leistungskurve bei Bornheims „Zweiter“ weiter bergab, die im Heimspiel gegen die FSG Usinger Land sang- und klanglos mit 0:4 unterging.

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1. und 2. Herren