Das Projekt "Familien-Sport-Cafe"

Es ist gleich 15:00 Uhr. Gerade haben Suzy, Anke und Semiha, Mütter aus unserem Verein, den unteren Raum des Kinder- und Familienzentrums (KiFaZ) aufgeschlossen. Ihre Kinder sind mitgekommen. Antony hat Training auf dem Sportplatz. Tom belegt sofort die Spielecke und holt sich Legobausteine. Auf dem Tisch steht frisches Obst und Gemüse, Saft und Wasser. Semiha bereitet den duftenden Kaffee für die Erwachsenen. Zwei Mütter stehen vor der Tür und unterhalten sich über ihre Erziehungssorgen mit den Kindern: Der Sohn ist durch sein Verhalten in der Klasse aufgefallen. Die Tochter hat nachts geschrien und konnte nicht einschlafen. Beide Frauen geben sich Tipps und Hinweise, gegenseitige Anregungen für den Umgang mit dem Kind...

Wie kam es zu dem Projekt?

Drei Mütter aus unterschiedlichen Milieus und Kulturen ergriffen die Initiative zur Gründung eines "Familien-Spot.Cafes". Sie betreuten ihre Säuglinge und Kleinkinder im Vereinsheim während des Trainings ihrer Schulkinder. Aus Betreuungsengpässen auf dem Sportplatz und im Vereinsheim entwickelten die Frauen die Idee, einen offenen Treffpunkt im KiFaZ zu gründen. Die Frauen äußerten den Wunsch nach Kennenlernen und Austausch über Alltagsfragen.

Welche Maßnahmen wurden durchgeführt?

Am Anfang stand die Herstellung einer guten Einrichtungs- und Raumqualität des Cafes. Dies erfolgte in Zusammenarbeit zwischen den drei Gründerinnen und dem Koordinator des Hauses. Ehrenamtlich tätige Eltern, mit entsprechenden Fachwissen, unterstützten die Ausstattung des Raumes. Die Ausstattung ermöglicht den Kindern und den Eltern vielfältige Bewegungserfahrungen und Lernaktivitäten.

Das Cafe wird gegenwärtig an drei Nachmittagen (Di./ Do./ Fr.) in der Woche für drei Stunden geöffnet (15:00-18:00 Uhr). Derzeit erproben wir eine Erweiterung am Samstag Vormittag, bei Bedarf. Gerne können auch Nichtmitglieder des Vereins das Cafe besuchen.

Seit Anfang 2013 arbeitet Khadija mit in dem Projekt. Die Integrationslotsin unseres Vereins engagiert sich nachhaltig, Frauen aus nord-afrikanischen Ländern, in das Cafe und den KiFaZ-Projekten, zu integrieren.

Die Entwicklung von Spielanregungen und Regeln im Umgang mit den Kindern, die Pflege von Kontakten zu neuen Eltern, stehen im Vordergrund der Tätigkeit der vier Mitgestalterinnen des Cafes. Eltern werden zu einer Tasse Kaffee oder Tee eingeladen, tauschen sich miteinander aus. Sie entlasten sich gegenseitig bei der Betreuung der Kinder.