Bornheim verspielt 3-Tore-Vorsprung

Trotz einer zwischenzeitlichen 3-Tore-Führung gegen den Vorjahresvierten SV Gläserzell, musste sich die SG Bornheim nach 90 Minuten mit einem 3:3-Unentschieden zufrieden geben und wartet damit auch nach dem 6. Spiel immer noch auf den ersten Sieg. Zudem fiel die SG durch den gleichzeitigen Erfolg der SG Ueberau gegen die TSG Neu Isenburg auf den letzten Tabellenplatz zurück und gerät damit tabellarisch immer weiter in Bedrängnis.

Dabei hatte das Spiel für die Bornheimerinnen zunächst äußerst verheißungsvoll begonnen. Mit dem Rückenwind des starken Auftritts beim 1:7-Erfolg unter der Woche im Pokal gegen die SG Haitz/Langenselbold, präsentierte sich Bornheimin bester Spiellaune. Dank einer starken ersten Anfangsphase konnte die SG schnell durch Damla Bulut (12.) und Caroline Girard (21.) -im Anschluss an einen von Canan Yikilmaz getretenen Eckstoß- mit 2:0 in Front gehen. Als abermals Bulut nach 35 Minuten gar auf 3:0 erhöhen konnte, schien der Weg zum ersten Saisonsieg bereits frühzeitig geebnet. Auch als Sarah Hohmeyer nur 3 Minuten später zum 3:1 (38.) für die Gäste verkürzen konnte, wollte auf Bornheimer Seite keine Unruhe aufkommen. Zu souverän hatten die Heimelf von Trainer Walzer bis dahin die Partie geführt, um sich ernsthaft Sorgen machen zu müssen.

Als unmittelbar nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit Melanie Hillenbrand der Anschlusstreffer zum 3:2 (46.) gelang, begann sich jedoch eine Wendung im Spielgeschehen abzuzeichnen. Gläserzell kam nun deutlich besser ins Spiel, während bei Bornheim mit zunehmender Spieldauer die Kräfte mehr und mehr zu schwinden schienen. Wer weiß, wie das Match aber am Ende gelaufen wäre, hätte Canan Yikilmaz, nur kurz darauf bei einer ihr sich bietenden Großchance das scheinbar sichere 4:2 markiert, jedoch jagte sie das Leder aus kurzer Distanz über die Querlatte.

Getreu dem Motto, das bei demjenigen, der erst kein Glück hat, dann auch noch das Pech hinzukommt, sorgte schließlich ein Eigentor von Caroline Girard nach 53. Minuten für den Gästeausgleich und ließ der SG den schon fast sicher geglaubten Dreier wieder aus den Händen gleiten. Gegen die nun immer dominanter werdenden Gläserzellerinnen konnte Bornheim schlussendlich zumindest den einen Zähler behaupten, der am Ende aber nicht vor dem Absturz an das Tabellenende bewahren konnte.

„Wir haben in den ersten 45 Minuten eine sehr gute Vorstellung abgeliefert und das Spiel bestimmt und vieles richtig gemacht“, zeigte sich Trainer Sven Walzer vor allem von den ersten 45 Minuten beeindruckt. „Nach der Pause haben wir dieses Niveau leider nicht halten können und hätten das Spiel vielleicht sogar noch verlieren können. Deswegen müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wichtig war vor allem, dass wir uns wieder selbst bewiesen haben, dass wir leistungsmäßig nicht dahin gehören, wo wir zurzeit in der Tabelle stehen. Daran müssen wir in den nächsten Spielen weiter anknüpfen“, so der Coach.

Eine überraschende Heimniederlage musste Bornheims Zweite im Duell mit dem FFV Oberursel hinnehmen und blieb nach dem souveränen Start in die Saison damit im zweiten Spiel in Folge ohne Punktgewinn. In einem offenen und von zahlreichen Torchancen geprägten Spiel sorgte zunächst ein Lattentreffer  von Darina Prissjashnik (31.) auf Bornheimer Seite für den bemerkenswertesten Höhepunkt. Dennoch waren es aber die Gäste, die kurz darauf durch Lisa Colman mit 0:1 (34.) in Führung gehen konnten und wiederrum durch Colman kurz vor dem Pausenpfiff ebenfalls die Latte trafen.

Zwar mühten sich die Gastgeberinnen im zweiten Spielabschnitt redlich darum den Ausgleich zu erzielen, mussten die Partie jedoch nach einer Stunde in Unterzahl fortsetzen. Zuvor hatte sich Bornheims Laura Predoi nach einem an ihr begangenen rüden Foulspiel zu einer verbalen Unsportlichkeit hinreißen lassen, die der Unparteiische Marc Jutzy mit einem Platzverweis ahndete. Dennoch blieb Bornheim auch mit einer Spielerin weniger nicht chancen- jedoch vor dem Tor der Taunusstädterinnen weiterhin glücklos und musste kurz vor Schluss das entscheidende 0:2 (82.) durch Helena Lena hinnehmen.

„Eigentlich waren wir die bessere Mannschaft, haben aber wieder zahlreiche gute Gelegenheiten ausgelassen. Hier war der Gegner effizienter als wir und hat seine Chancen konsequent genutzt. Deshalb haben wir uns die Niederlage heute selbst zuzuschreiben“ lautete das Fazit von Trainer Kai Zitzer nach dem Match, das sich am kommenden Samstag mit dem Spiel beim Überraschungs-Tabellenführer TSG 51 Frankfurt einer weiteren schweren Aufgabe gegenübersieht.

CS