In Position gebracht

Mit einem deutlichen 4:1-Erfolg gegen die SG Ueberau, den unmittelbaren Tabellennachbarn und Mitkonkurrenten im Kampf um den Verbleib in der Hessenliga, hat sich Bornheim eindrucksvoll in Position für den Showdown am letzten Spieltag gebracht. Dort wartet mit dem TSV Pfungstadt ein weiterer Rivale im Rennen um den Klassenerhalt. Mit einem Sieg wäre Bornheim gerettet, jedes andere Resultat würde den Weg zurück in die Verbandsliga bedeuten.

Vor der beeindruckenden Kulisse von 120 Zuschauern zeigte das Bornheimer Team recht schnell, dass es sich der Bedeutung dieser Partie mehr als bewusst war. Nur 3 Minuten waren gespielt, als Kathrin Schneider mit einem satten Schuss von der linken Seite zum 1:0 für Bornheim vollstrecken konnte. Im Gegensatz zum Spiel der Vorwoche, als man gegen Marburg die ebenfalls frühe Führung nicht lange konservieren konnte, zeigte sich Bornheim diesmal allerdings nervenstärker und konnte durch Jenny Zitnik sogar das 2:0 (14.) nachlegen. Zuvor hatten bereits Christina Depta und Nicole „Jackson“ Gueye“ weitere Möglichkeiten zum Ausbau der Führung  nicht nutzen können. Ueberau hielt jedoch gut dagegen und verkürzte nur wenig später durch Tamina Weichel auf 2:1 (17.), die mit einem Schuss in die lange Ecke Keeperin Kaya Rütters keine Chance ließ. Auch in der Folge bot sich den Zuschauern ein abwechslungsreiches und interessantes Match, das sich keineswegs wie Abstiegskampf anfühlte. Als Bornheim durch einen gefühlvollen Heber von Christina Depta seine Führung auf 3:1 (25.) ausbauen konnte, schienen die Weichen bereits früh auf einen Erfolg der Gastgeberinnen gestellt. Ein weiterer Schussversuch durch Tamina Weichel (32.) der das Bornheimer Tor aber knapp verfehlte war jedoch ein deutliches Indiz dafür, dass sich Ueberau nicht kampflos in sein Schicksal ergeben wollte.

Dies wurde auch nach der Pause sehr schnell deutlich, als Bornheims Schlussfrau Rütters bei einem Schuss von Lea Völger (49.)ihr ganzes Können aufbieten musste, um den möglichen Anschlusstreffer zu verhindern. Spätestens, als kurze Zeit später die auf Ueberauer Seite eingewechselte Laura Geselle mit einem Kopfball nur die Querlatte des Bornheimer Tores traf war klar, das Bornheim wieder mehr würde investieren müssen, um den Erfolg nicht doch noch aus den Augen zu verlieren. Angesichts dieser Gefahr, zog Bornheim die Zügel nun wieder etwas mehr an und kam zu einer weiteren guten Torgelegenheit  (55.) durch Christina Depta, die mit ihrem Kopfball jedoch an Ueberaus Schlussfrau Ann-Kathrin Burger scheiterte. Als nur 3 Minuten später ein von Gueye getretener Freistoß abermals den Weg in den gegnerischen Strafraum fand, war es erneut Depta die zur Stelle war und mit einem Kopfball wie aus dem Lehrbuch das vorentscheidende 4:1 (57.) erzielen konnte. Mit der nun wieder deutlichen Führung im Rücken agierte das Bornheimer Team in der Folge wieder souveräner, musste allerdings noch einmal eine brenzlige Situation  überstehen, als Rütters einen Schuss von der noch einmal gefährlich vor dem Bornheimer Tor auftauchenden Weichel (61.) abwehren musste. In der Schlussphase waren es auf Seiten der Hausherrinnen schließlich noch Khaoula El Bakali (72.) und Gueye (79.) die eine Resultatsverbesserung für ihr Team knapp verpassten, was jedoch der guten Stimmung im Bornheimer Lager nach dem Schlusspfiff keinen Abbruch tun sollte.

"Wir haben uns diesen Erfolg über eine tolle kämpferische Mannschaftsleistung redlich verdient und haben dem enormen Druck des gewinnen Müssens Stand gehalten", war Trainer Sven Walzer hoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. "Jetzt haben wir uns in Position für das Saisonfinale in Pfungstadt gebracht und haben es in der eigenen Hand, den Klassenerhalt zu schaffen", so der Coach, der jetzt am 26.Mai auch noch den letzten Schritt mit seinem Team zum Verbleib in der Liga machen möchte. "Jetzt können wir erst einmal 2 Wochen etwas Kraft schöpfen und uns intensiv auf unser Endspiel vorbereiten" zeigte sich auch Bornheims Sportlicher Leiter Christoph Schaaff erleichtert. "Respekt vor der Leistung der gesamten Mannschaft, die ja noch das schwere Pokalspiel vom Donnerstag bei Jahn Calden in den Beinen hatte. Jetzt liegt es an uns, eine schwierige Saison doch noch zu einem guten Ende zu führen."

CS