Und jährlich grüßt das Murmeltier...

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem mit 0:1 verlorenen Regionalpokalfinale gegen den 1.FC Mittelbuchen,  musste die SG Bornheim auch diesmal im Endspiel gegen den gleichen Gegner abermals eine Niederlage einstecken und zog im „Finale dahoam“ mit 2:4 den Kürzeren. „Wir müssen anerkennen, dass der FC diesmal das klar bessere Team war und das Spiel verdient gewonnen hat“ lautete die gleichermaßen nüchterne wie eindeutige Bilanz von Abteilungsleiter Christoph Schaaff nach den aus Bornheimer Sicht durchweg enttäuschenden 90 Minuten.

Vor der stattlichen Kulisse von ca. 100 Zuschauern auf der Sportanlage an der Berger Straße erwischte der klassentiefere FC Mittelbuchen den besseren Start und ging durch einen Sonntagsschuss von Julia Seufert genau ins obere Tordreieck bereits früh mit 0:1 (10.) in Führung. Bereits von Anfang an hatte Bornheim große Schwierigkeiten überhaupt ins Spiel zu kommen und fand keinerlei Mittel gegen das schnelle und aggressive Spiel des Gegners. In der Offensive ohne Torgefahr, im Mittelfeld ohne Inspiration und in der Abwehr ohne Souveränität präsentierte sich der Hessenligist im Feiertagsmodus und leistete bei den Gegentreffern Nr. 3 und 4 durch Sarah Furländer (32.) und Charlotte Clemen (42.) wieder einmal mehr Schützenhilfe. Somit erschien denn das eindeutige 0:3 zur Halbzeitpause auch schon so etwas wie eine Vorentscheidung in der bis dahin eher einseitigen Partie.

Wer aus Bornheimer Sicht nach dem Seitenwechsel Besserung erhofft hatte, wurde jedoch weiter enttäuscht. Nach wie vor war Mittelbuchen das spielbestimmende Team, während sich Bornheim auch im zweiten Durchgang  in den meisten Aktionen als 2.Sieger präsentierte. Bezeichnend, dass es bis zur 80.Minute dauerte, bis Christina Depta den ersten nennenswerten Schuss auf den gegnerischen Kasten abgab, jedoch an Torhüterin Janine Burkhardt scheiterte. Als Vera Klingebiel nur 2 Minuten später doch noch das etwas überraschende 1:3 (82.) gelang, schien kurzzeitig so etwas wie ein letztes, wenn auch spätes Aufbäumen durch die Bornheimer Elf zu gehen. Allerdings wurde das kleine Fünkchen Hoffnung durch das 1:4 (88.) von Jennifer Horst schnell wieder zum Erlöschen gebracht . Einen Freistoß aus 18 Meter Entfernung zirkelte Horst exakt unter die Querlatte und beseitigte damit auch die letzten Zweifel an einem Sieg  des Gäste-Teams. Das 2:4 (90.+1) in der Nachspielzeit durch Christina Depta, hatte am Ende lediglich ergebniskosmetischen Charakter und lies das Schlussresultat nicht ganz so trostlos erscheinen.

„Wir haben heute gegen einen klassentieferen Gegner eindeutig und verdient verloren und dabei zu keiner Zeit und in keinem Mannschaftsteil Lösungen für die gestellten Aufgaben gefunden. Das muss an dieser Stelle klar und ohne drumherum zu reden ausgesprochen werden“, zeigte sich Abteilungsleiter Schaaff  dementsprechend enttäuscht von der Vorstellung seiner Mannschaft. „Jetzt müssen bis zum nächsten Punktspiel am Sonntag gegen Lollar alle in sich gehen und analysieren, wie wir zu einer Veränderung der Situation kommen, damit wir in der Liga nicht wieder in ein gefährliches Fahrwasser kommen. So wie wir uns heute präsentiert haben, war das jedenfalls nicht hessenligatauglich!“ so Schaaff.

Ungeachtet der Niederlage hat die SG Bornheim aber als Zweitplatzierter des Regionalpokals dennoch die 1.Runde des Hessenpokals erreicht. Dort wartet im Kampf um den Einzug in die nächste Runde mit Regionalligist Eintracht Frankfurt dann allerdings ein dicker Brocken auf das Bornheimer Team.

CS