Bornheim verpasst ein zweites Fußballwunder

2014-06-09

Aus und vorbei: 4 Jahre nach dem Aufstiegswunder von 2010 hat der Bornheimer Frauenfußball ein zweites Fußballwunder verpasst und muss nach der 1:2-Niederlage beim TSV Zierenberg aus der Hessenliga absteigen. Zwar hätte ein Remis am letzten Spieltag zum Klassenerhalt gereicht, doch ein Strafstoßtor in der 74.Minute zum 2:1 durch Zierenbergs Sina Alexi stieß Bornheim endgültig in das Tal der Tränen.

Die ersten 45 Minuten dieses „Endspiels“ waren von großer Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Sowohl den Gastgeberinnen, als auch der Bornheimer Elf war deutlich anzumerken, was für beide Teams auf dem Spiel stand. So war die erste Spielhälfte von vielen planlosen Aktionen und wenig Struktur im Spielaufbau geprägt. Die hochsommerlichen Temperaturen trugen ihr Übriges zu einer bis dahin wenig ansehnlichen Partie bei.

Bornheim war wohl gedanklich noch in der Kabine, als der heimische TSV unmittelbar nach Wiederanpfiff einen Traumstart hinlegte. Quasi vom Anstoß weg erzielte Julia Kanngiesser  das 1:0 (46.) für ihre Farben und brachte Zierenberg damit zunächst in Front. Die SG zeigte sich ob des Rückstandes jedoch keineswegs geschockt sondern schien den Rückstand vielmehr als Weckruf verstanden zu haben. Nun deutlich aktiver, benötigte Bornheim gerade einmal  9 Minuten um Dank eines sehenswerten Treffers von Spielführerin Sonnur Kiricioglu zum 1:1 (55.) auszugleichen. Zuvor hatte Christina Depta bereits zweimal nur das Aluminium des Zierenberger Tores getroffen.

Auf der Gegenseite vergab zunächst Sarah Davies die mögliche Führung für ihr Team, als sie freistehend den Ball am Tor borbeisetzte (70.). War Bornheim hier das 1:2 noch erspart geblieben, so sollte es kurz darauf dennoch fallen. Nach einem Foul von Torhüterin Denise Henkel im eigenen Strafraum entschied Referee Christian Sinning auf Strafstoß den Sina Alexi sicher zum 2:1 (74.) für den TSV verwandeln konnte. Bornheim mühte sich in den wenigen noch verbleibenden Minuten doch noch zum Ausgleich zu kommen und sich damit den einen, so dringend benötigten Punkt zu holen, jedoch wollte der erlösende Treffer schließlich nicht mehr fallen. Zudem versagte der Unparteiische den Gästen kurz vor Abpfiff auch noch einen Elfmeter, als Sonnur Kiricioglu im Strafraum zu Fall gebracht worden war.

„Das ist heute ein sehr bitterer Tag für uns.“ versuchte sich der Sportliche Leiter Christoph Schaaff nach Spielende an einem ersten Resümee. „Letzten Endes sind wir aber nicht heute abgestiegen. Wir sind einfach in zu vielen Spielen unter unseren Möglichkeiten geblieben und haben unnötig Punkte liegen lassen. Dafür sind wir heute mit dem Abstieg bestraft worden. Das nach dem Hoch der letzten beiden Wochen jetzt doch noch der KO gekommen ist, tut doppelt weh“, so Schaaff weiter „aber wir werden wieder aufstehen und den Blick nach vorne richten.“

Besonders verärgert zeigte sich Schaaff  über das Verhalten der Zierenberger Anhänger: „Was wir uns hier während aber sogar auch noch nach dem Spiel an Beleidigungen und Schmähungen haben anhören müssen, hab ich in meinen 15 Jahren als Verantwortlicher im Mädchen- und Frauenfußball noch nicht erlebt. Das war einfach nur assozial!“

C.S.

 

Bornheim erzwingt das "Abstiegsfinale"

Mit einem 2:1-Erfolg über den RSV Roßdorf hat das Bornheimer Hessenliga-Team die Tür zum Klassenerhalt wieder ganz weit aufgestoßen. Am kommenden Samstag kommt es somit am letzten Spieltag im nordhessischen Zierenberg zum Showdown mit dem heimischen TSV. Die Ausgangslage ist dabei klar: Nur einer der beteiligten Vereine wird die Klasse halten, der andere wird den Weg in die klassentiefere Verbandsliga antreten müssen.

Wie schon in der Vorwoche, startet die Bornheimer Elf mit dem deutlich erkennbaren Willen in die Partie, gegen Roßdorf auch das Zweite von drei „Endspielen“ für sich zu entscheiden und dominierte in den ersten 45 Minuten Spiel und Gegner. Dennoch lag die erste Chance der Partie auf Seiten der Gäste, Bornheims Verteidigerin Nicole Huke konnte aber nach einer vorausgegangenen Unsicherheit der Bornheimer Hintermannschaft den Ball gerade noch von der Linie schlagen. Auf der Gegenseite hatte Alexandra Galle nach 27 Minuten die Chance zum Führungstreffer, als sie alleine auf das gegnerische Tor zustürmend den Ball knapp am Pfosten vorbeisetzte. Ein Doppelschlag von Christina Depta sollte dann aber trotzdem zum einigermaßen beruhigenden wie auch verdienten 2:0-Pausenstand führen. Zunächst war sie per Kopf zum 1:0 (40.) zur Stelle, um nur 3 Minuten später nach toller Vorarbeit von Sandra Ott per Fuß das 2:0 (43.) nachzulegen.

Wer aber glaubte, Roßdorf würde sich in Halbzeit zwei in die vermeintliche Niederlage fügen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Dass der RSV nun mehr und mehr Zugriff auf das Spielgeschehen fand, war aber sicherlich auch einer nachlassenden Bornheimer Elf zuzuschreiben. Trotzdem wäre der frühzeitige Knockout für das Gästeteam möglich gewesen, doch war es Alex Galle die nach einer scharfen Hereingabe von Sonnur Kiricioglu die endgültige Entscheidung (63.) verpasste. So kam es schließlich wie es kommen musste. Nach einem über die linke Seite vorgetragenen Angriff, brachte Ricarda Schick, den RSV Roßdorf auf 1:2 (75.) heran und sorgte für neuerliche Spannung. Bornheim begann nun zunehmend zu wanken, brachte die knappe Führung aber schlussendlich über die Ziellinie. Damit hat sich  das Bornheimer Frauen-Team, das vor 2 Wochen noch fast hoffnungslos im Abstiegssumpf festzustecken schien, doch noch einmal in Position gebracht und kann sich nun aus eigener Kraft an das rettende Ufer bringen.

„Nach der 0:6-Pleite in Mittelbuchen waren wir eigentlich mausetot und niemand hätte auch nur einen Pfifferling auf uns gesetzt“, urteilte der Sportliche Leiter Christoph Schaaff nach dem zweiten Sieg in Folge. „Ich sehe uns gegenüber Zierenberg im Vorteil. Wir haben bereits zwei „Alles oder Nichts-Spiele“ erfolgreich überstanden und haben bewiesen, dass wir diesem enormen Druck standhalten können“ gab sich Schaaff optimistisch und ergänzte: „Jetzt machen wir am Samstag auch noch den Deckel auf den Topf!“

Zu einem kampflosen Dreier kam das Bornheimer Gruppenliga-Team, da der Gegner SG Kinzigtal nicht antrat und die Partie kampflos abschenkte. Bornheims Zweite belegt somit in der Abschlusstabelle mit 12 Punkten Platz 9 und darf damit auch in der kommenden Spielzeit in der Gruppenliga Frankfurt an den Start gehen.

C.S.

 

Sieg der Leidenschaft

Das Bornheimer Hessenliga-Team hat das erste von drei „Endspielen“ auf dem Weg zum Klassenerhalt gewonnen und bezwang am vergangenen Freitagabend vor heimischem Publikum Eintracht Wetzlar II mit 1:0. Damit lebt die Hoffnung weiter, den Zuschauern an der Berger Straße auch in der kommenden Saison Frauenfußball aus Hessens höchster Spielklasse präsentieren zu können. Auch Bornheims Zweite konnte beim 2:1-Erfolg über die FSG Usinger Land drei Punkte einfahren und feierte dabei gleichzeitig ihren ersten Saisonerfolg.

Im direkten Abstiegsduell gegen die Regionalliga-Reserve aus Wetzlar war der Bornheimer Elf schnell anzumerken, dass auch die letzte Spielerin begriffen hatte, was auf dem Spiel stand. Die konzentriert arbeitende Defensive rund um die eigens für den Abstiegskampf reaktivierte Ex-Nationalspielerin Christina Zerbe ließ dem Gegner zur wenig Spielraum und hatte auch die Wetzlarer Regionalliga-Torjägerin Rebecca Konhäuser gut im Griff. Was hingegen fehlte, war die nötige Durchschlagskraft in der Offensive. Zudem war es wieder einmal auch das fehlende Glück, was der SG den Torerfolg lange Zeit verwehrte. Nach einem Freistoß (36.) von Nicole „Jackson“ Gueye an die Unterkannte des Lattenkreuzes, konnte Wetzlars Keeperin Melanie Frömbgen den zurückspringenden Ball gerade noch um den Pfosten drehen. Nur wenig später war es Canan Yikilmaz, die freistehend zum Kopfball ansetzten konnte, das Tor aber knapp verfehlte.

Auch in Halbzeit zwei zeigte sich das gleiche Bild. Bornheim dominierte das Geschehen, tat sich aber weiter schwer, klare Torchancen aus dem Spielgeschehen heraus zu kreieren. So war es wieder ein 30-Meter-Freistoßhammer (67.) von Gueye an die Latte, der zunächst die größte Bornheimer Torchance markierte. Gleichzeitig stellte er auch das Auftaktsignal für eine furiose Bornheimer Schlussoffensive dar. Ungeachtet der langsam schwindenden Kräfte und des wachsenden Drucks des „Gewinnen-müssens“ ackerten und fighteten die 11 Bornheimer Spielerinnen unermüdlich weiter. Als Bornheims Christina Depta nach einer schönen Einzelaktion abermals am Querbalken scheiterte (76.) schien sich der vielzitierte Fußballgott endgültig von Bornheim abgewandt zu haben. Dennoch sollte es gelingen, im buchstäblich letzten Moment das Glück doch noch zu zwingen. Die Nachspielzeit war bereits angebrochen, als das nicht mehr für möglich gehaltene doch noch passieren sollte. Ein letzter gewonnener Zweikampf auf der rechten Außenbahn, eine letzte präzise Flanke von Vera Klingebiel und ein letzter Kopfball von Christina Depta zum erlösenden 1:0 (91.) ließen Bornheim in einen kollektiven, nicht mehr für möglich gehaltenen Freudentaumel verfallen und alle Dämme brechen.

„Das war heute eine wahnsinnige Energieleistung unserer Mädels“ fasste der sichtlich erleichterte Abteilungsleiter Christoph Schaaff die dramatischen Ereignisse zusammen. „Die Mannschaft hat mit unglaublicher Leidenschaft bis zum Umfallen gekämpft und sich, wenn auch erst sehr spät, mit dem Sieg dafür belohnt. Wenn uns eine solche Leistung auch in den beiden noch ausstehenden Spielen gelingt, haben wir noch alle Chancen auf den Klassenerhalt“, so Schaaff weiter.

Treffer von Alexandra Galle und Charlotte Bartl sicherten dem Bornheimer Gruppenliga-Team am vorletzten Spieltag im Match gegen die FSG Usinger Land endlich den ersten „Dreier“ der Saison. Zuvor war allerdings der Gegner durch Jennifer Scheuch mit 0:1 (38.) in Führung gegangen, die bedrängt von drei Gegenspielerinnen trotzdem zum Abschluss kam und den Ball an Peggy Hünniger im Bornheimer Tor vorbeischob. Die Gästeführung konnte Spielführerin Alex Galle kurz nach Wiederanpfiff mit einem sicher verwandelten Strafstoß (48.) egalisieren nachdem zuvor Lena Engelhardt im 16-er gelegt worden war. Nachdem Sonja May in der 53.Minute am Pfosten gescheitert war, war es einmal mehr Charlotte Bartl, die mit ihrem fünften Saisontreffer (62.) die Entscheidung herbeiführte. Lena Engelhardt hätte kurz vor Schluss sogar noch erhöhen können, vergab jedoch ihre Einschussgelegenheit. 

C.S.

 

Bornheim braucht ein neues Wunder

4 Jahren nach dem Aufstiegswunder von 2010 droht dem Bornheimer Hessenligafußball jetzt das Aus. Spätestens nach der neuerlichen 0:6-Niederlage beim 1.FC Mittelbuchen steht die Mannschaft um das Trainer-Team Jörg Philippi und Manfred Michel am Abgrund und benötigt aus den 3 noch verbleibenden Spielen wohl 9 Punkte um am Ende vielleicht doch die Klasse halten zu können. Bereits am kommenden Freitag könnte eine Vorentscheidung fallen, wenn man zu Hause um 20:15 Uhr mit Eintracht Wetzlar II einen direkten Konkurrenten empfängt.

Auch in Mittelbuchen warf ein frühes Gegentor (08.) durch Claudia Sikorski alle taktischen Überlegungen über den Haufen und ließ Bornheim von Anfang an einem Rückstand hinterher laufen. Als Katharina Wolf nach 25 Minuten auf 2:0 erhöhte, schien -nicht allein auf Grund der altbekannten Bornheimer Harmlosigkeit beim Torabschluss- die Chance auf einen Erfolg auf ein Minimum schrumpfen. Hatten kühne Optimisten zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch an eine Wende geglaubt, sollte es im zweiten Durchgang jedoch noch schlimmer kommen. Binnen 20 Minuten schraubten die Gastgeberinnen das Resultat durch weitere Tore von Sikorski (47. FE / 59.), Schneider (63. FE) und Bartesch (66.) auf 6:0 und sorgten für anhaltende Ernüchterung im Bornheimer Lager. Der Gäste-Elf blieb in der Folge nichts anderes übrig als sich in Schadensbegrenzung zu versuchen um zumindest ein noch größeres Debakel zu verhindern. Mehr war an diesem Samstag gegen eine wiedererstarkte Mittelbuchener Elf nicht möglich.

„Wir waren heute dem Gegner in allen Belangen deutlich unterlegen und haben keine Hessenligatauglichkeit bewiesen“ fasste ein konsternierter Abteilungsleiter Christoph Schaaff das Spiel zusammen und ergänzte: „4 Jahre nach dem Aufstiegswunder brauchen wir wohl diesmal ein neues Wunder um doch noch die Liga zu halten“.

Auch Bornheims Gruppenliga-Team ging abermals leer aus und unterlag beim FFV Oberursel nach turbulenter Schlussphase mit 1:2. Nach mehr oder weniger ereignislosen 77 Minuten brachte Anntrin Weil den FFV in der 78.Minute mit 1:0 in Führung. Als Alexandra Zaddach in der 85.Minute auf 2:0 erhöhte, schien die Partie gelaufen. Im Gegenzug konnte Charlotte Bartl zwar noch den 1:2-Anschlusstreffer erzielen, der Ausgleich sollte aber schließlich nicht mehr gelingen. Bornheims Trainerin Peggy Halusa sprach nach dem Spiel von einem „grottenschlechten Spiel beider Mannschaften“, bei dem für ihr Team aber durchaus mehr drin gewesen wäre. Charlotte Bartl (18.) und Lena Engelhardt (34.) hatten im ersten Durchgang jedoch jeweils aus aussichtsreicher Position vergeben.

 C.S.

 

Erst hatten wir kein Glück...

...und dann kam auch noch Pech dazu, so lautet das Fazit der Bornheimer Hessenligafußballerinnen nach der Pleite gegen den SV Phönix Düdelsheim. Trotz einer ansprechenden Leistung unterlag die SG vor heimischem Publikum dem Aufsteiger aus der Wetterau unglücklich mit 0:1. Da Eintracht Wetzlar II, der unmittelbare Bornheimer Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt zeitgleich gegen Mittelbuchen mit 4:0 gewann, ist die SG 4 Spieltage vor Schluss mehr denn je vom Abstieg bedroht. Auch die „Zweite“ musste beim 1:3 gegen die SG Haitz ihre erste Rückrundenniederlage einstecken und tritt in der Tabelle damit weiter auf der Stelle.

Gegen Düdelsheim präsentierten sich die Gastgeberinnen gegenüber dem 0:7-Debakel aus der Vorwoche beim FFC Frankfurt deutlich verbessert. Mit frühem Pressing wollte man den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen und vor allem die Anspiele auf die brandgefährliche Düdelsheimer Torjägerin Jasmin Fischer verhindern. Dennoch sollte die Anfangsphase den Gästen gehören, die in der ein oder anderen Situation ihre Gefährlichkeit immer wieder aufblitzen ließen. Als Bornheim das Spiel gerade in den Griff zu bekommen schien, war es ein direkt verwandelter Freistoß von Valerie Hein (26.), der die SG ins Hintertreffen brachte. Auch ob dieses neuerlichen Rückschlages wenig beeindruckt, spielte Bornheim weiter mutig nach vorne und hatte durch Sonnur Kiricioglu und Canan Yikilmaz beste Möglichkeiten das Ergebnis noch vor der Pause zu drehen.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Bornheim weiterhin als das tonangebende Team und drängte den Gegner mehr und mehr in die eigene Spielhälfte. Düdelsheim versuchte sich in gelegentlichen Kontern, scheiterte jedoch in Person von Jasmin Fischer zweimal aus aussichtsreicher Position an Denise Henkel im Bornheimer Tor. Aber auch auf der Gegenseite fehlte der Bornheimer Elf das nötige Quäntchen Glück um zum Erfolg zu kommen. Als Caroline Girard nach einem Eckball in der 75. Minute dann doch zum vermeintlichen 1:1 einschoss, schien der Bann gebrochen. Allerdings verweigerte Schiedsrichter Sebastian Klawonn aus Wiesbaden dem Treffer seine Anerkennung. Nach seiner Interpretation habe Girard der gegnerischen Torhüterin den Ball aus der Hand geschossen und damit einen Regelverstoß begangen. Allerdings wollte selbst der Gegner keine Regelwidrigkeit gesehen haben, was die Entscheidung des Unparteiischen aus Bornheimer Sicht umso bitterer machte. Kurz vor Spielende (86.) scheiterte dann die eingewechselte Christina Depta noch einmal freistehend an Cynthia Scheidt im Düdelsheimer Tor und ließ damit die letzte Chance auf zumindest einen Zähler verstreichen.

„Heute kann ich der gesamten Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen. Sie hat alles versucht und es ist sehr sehr bitter, dass wir für eine wirklich gute Leistung nicht belohnt worden sind“ zeigte sich der Sportliche Leiter Christoph Schaaff enttäuscht, wollte sich aber nicht über die Leistung des Schiedsrichters äußern.

Eine verschlafene erste Halbzeit kostete das Bornheimer Gruppenliga-Team im Spiel gegen die SG Haitz ein besseres Ergebnis. „In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft eine schlechte Leistung abgeliefert“, urteilte Trainerin Peggy Halusa. Ein Doppelschlag von Vivian Reyer (35./43.) hatte Bornheim unmittelbar vor der Pause mit 0:2 ins Hintertreffen gebracht, bevor Johanna Firle nach der Pause das 0:3 (54.) nachlegte. Leider sollte es Bornheim trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt aber diesmal nicht gelingen einen 2-Tore-Rückstand aufzuholen und kam per Sonntagsschuss in den Torwinkel durch Sonja May lediglich noch zum 1:3 (67.)

C.S.

 

Bornheim am vorläufigen Tiefpunkt

Bornheims Hessenligafußball scheint am vorläufigen Tiefpunkt angekommen. In einer einseitigen und vom deutlichen Übergewicht des 1. FFC Frankfurt III geprägten Partie, musste sich Bornheim beim Tabellenführer mit 0:7 geschlagen geben und erlebte damit die höchste Saisonniederlage. Spätestens nach dieser desaströsen Vorstellung scheint der Abstieg in die Verbandsliga nun immer konkretere Formen anzunehmen. Besser präsentierte sich Bornheim II im Duell mit dem FFC IV und konnte zumindest einen Zähler ergattern.

Das für Bornheims Erste im Match gegen den derzeitigen Ligaprimus wohl kaum etwas zu holen wäre, war jedem auch nur im Ansatz realistisch denkenden Menschen vermutlich klar. Dass man am Ende aber derart unter die Räder kommen würde, war dann aber auch von den größten Pessimisten nicht erwartet worden. Mit vier schnellen Treffern binnen der ersten halben Stunde durch Jessica Losert (02.), Jasmin Meyer (15.), Adelina Zekaj (25.) und Michaela Drescher (30.) hatte der FFC bereits früh die Richtung vorgegeben und zeigte sich dabei in Sachen Chancenverwertung überaus konsequent. Die mit dem letzten Aufgebot angetretene Bornheimer Elf hatte diesem Sturmlauf nichts entgegenzusetzen und wirkte phasenweise mehr als überfordert.

Nach dem Seitenwechsel war Bornheim sichtbar um Schadensbegrenzung bemüht, konnte den nächsten Einschlag im eigenen Kasten aber nicht lange vermeiden. Abermals war es Jessica Losert, die mit ihrem zweiten Treffer das 5:0 (56.) markierte. Dass weitere FFC-Treffer vorerst ausblieben, wurde nun allerdings auch von einem allzu leichtfertigen Umgang des FFC mit seinen Chancen begünstigt. Auf der anderen Seite herrschte hinsichtlich Torgelegenheiten über die gesamten 90 Minuten Fehlanzeige. Einzig bei Standardsituationen vermochte Bornheim bei wohlwollender Betrachtung vielleicht einen Hauch von Gefahr zu entwickeln. Des Übels nicht genug, musste Bornheim die letzten 15 Minuten schließlich in Unterzahl bestreiten. Die bereits mit einer Schulterverletzung ins Spiel gegangene Christina Depta konnte die Partie nicht beenden und in Ermangelung von Ersatzspielerinnen auch nicht ersetzt werden. Vorher schon chancenlos, war Bornheim zu zehnt noch chancenloser und musste durch Franziska Bohrer (85.) und abermals Adelina Zekaj (88.) in der Schlussphase zwei weitere Gegentreffer hinnehmen.

„Das war heute ein Klassenunterschied und mit den 7 Gegentreffern sind wir eigentlich noch gut bedient“ zog Trainer Jörg Philippi ein ernüchterndes Fazit und auch der Sportliche Leiter Christoph Schaaff zeigte sich nach Spielende bedient: „Wir haben uns heute wie ein Absteiger präsentiert. Jetzt müssen wir schnell wieder aufstehen und alle Anstrengungen unternehmen, um gegen Düdelsheim ein anderes Bild abzugeben.“

Wenigstens einen Punkt konnte hingegen Bornheim II ins Ziel retten, musste sich diesmal allerdings beim FFC IV nach einer 3:1-Halbzeitführung mit einem 3:3 begnügen. Mit dem 4 Unentschieden im vierten Rückrundenspiel wird Bornheims Zweite damit so langsam zum Remis-König der Liga. In einer furiosen Auftaktphase hatte Isabell Dechert ihr Team bereits nach 6 Minuten in Front geschossen. Der FFC antwortete postwendend mit dem 1:1 (08.) durch Nihal Akbulut, bevor Laura Arends die neuerliche Führung (18.) für die SG markierte. Noch vor der Pause konnte Christina Dussling sogar auf 3:1 (43.) erhöhen. Im Schlussspurt bewies der FFC jedoch den längeren Atem und konnte durch Treffer von Lisa Vetter (71.) und Munja Heil (82.) die Bornheimer Führung schließlich doch noch egalisieren. „Schade, dass es auch diesmal nicht für den ersten Dreier gereicht hat, aber wir steigern uns von Spiel zu Spiel“, fasste Trainerin Peggy Halusa die Leistung ihrer Mannschaft zusammen.

C.S.

 

"Manchmal ist man sich selbst der schwerste Gegner"

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber der letzten Partie gegen die SG Rückers, mussten Bornheims Hessenligafußballerinnen im Heimspiel gegen den SC Opel Rüsselsheim eine 1:4-Pleite einstecken. Dabei führten allerdings teils gravierende individuelle Fehler zu dieser durchaus vermeidbaren Niederlage, die Bornheim nun immer weiter in Richtung Abstieg taumeln lässt.

Gerade einmal 9 Minuten waren gespielt, als die Gäste sich bereits mit 2:0 in Front gebracht hatten. Vorausgegangen waren zwei Unsicherheiten von Denise Henkel im Bornheimer Tor, die Rüsselsheims Torjägerin Marina Urzo zu einem Doppelschlag (08./09.) eiskalt ausnutzte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Bornheim allerdings bereits den ersten Nackenschlag wegzustecken. Nach einem Foulspiel musste Verteidigerin Nicole Stilger bereits nach 6 Minuten mit Verdacht auf eine Bänderverletzung das Spielfeld verlassen und dürfte ihrem Team damit auch in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Trotz allem gelang es Bornheim sich recht schnell wieder zu fangen und gestaltet das Spiel in der Folge ausgeglichen.

Nach dem Seitenwechsel war es Nicole „Jackson“ Gueye die den schönsten Angriff des Spiels nach einer Kombination mit Caroline Girard zum 1:2 (50.) abschloss und damit neue Hoffnung aufkeimen ließ. Spricht man im Fußball gerne von Schlüsselszenen, so war es wohl jene Situation nur 4 Minuten später, als die Rüsselsheimerin Jennifer Ulbrich mit ihrem Treffer zum 1:3 den alten Abstand postwendend wieder herstellte und damit die Aussicht auf eine mögliche Wende jäh zunichte machte. Von diesem Rückschlag sollten sich die Gastgeberinnen dann auch nicht mehr erholen und mussten am Ende sogar noch das 1:4 (88.) durch Geit Prants hinnehmen. Dass auch diesem Treffer ein kapitaler Bock der Bornheimer Defensive vorausging, geriet schlussendlich nur zu einer Randerscheinung.

„Manchmal ist man sich selbst der schwerste Gegner“ bilanzierte Abteilungsleiter Christoph Schaaff nach Spielschluss. „3 der 4 Tore haben wir dem Gegner geschenkt. Die beiden schnellen und vermeidbaren Gegentore sowie die Verletzung von Nicole haben uns früh den Wind aus den Segeln genommen. Dennoch haben wir Moral bewiesen und uns zurückgekämpft. Bitter, dass das 1:3 direkt nach unserem Anschlusstor gefallen ist und uns dann endgültig das Genick gebrochen hat.“

Am kommenden Samstag steht die Bornheimer Elf im Derby beim aktuellen Tabellenführer 1.FFC Frankfurt III vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Aber manchmal sind ja die vermeintlich schwersten Spiele am Ende die Leichtesten…

C.S.

 

70% Ballbesitz 0 Punkte

Herber Rückschlag im Abstiegskampf für Bornheims Hessenligafußballerinnen. Gegen die SG Rückers mussten sich unsere Damen am 16.Spieltag vor heimischer Kulisse mit 1:2 geschlagen geben und stecken nach dieser Niederlage mehr denn je im Abstiegssumpf. Klare Feldvorteile und geschätzte 70% Ballbesitz reichten am Ende nicht, um einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu bezwingen, der seinerseits aus seinen wenigen Möglichkeiten 2 Treffer erzielte und somit alle 3 Punkte aus Bornheim entführen konnte.

Von Beginn an agierten beide Teams aus einer gut organisierten Abwehr heraus und ließen den gegnerischen Angreiferinnen nur wenig Spielraum zur Entfaltung. Ein von Canan Yikilmaz getretener Freistoß (14.) der das Tor nur knapp verfehlte, war auf Bornheimer Seite die einzig erwähnenswerte Gelegenheit. Auf der Gegenseite war es Janine Pankow die quasi die erste Torchance für die Osthessinnen nutzte und mit ihrem Treffer zum 0:1 (26.) den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf stellte.

Während sich Rückers vor dem Seitenwechsel zumindest noch einigermaßen am Spielgeschehen beteiligt hatte, sollten sie in Halbzeit zwei ihre diesbezüglichen Bemühungen auf ein Mindestmaß reduzieren. Wer gegen einen passiven Gegner nun aber ein Bornheimer Offensiv-Feuerwerk erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Kraft- und ideenlos spielte eine emotional auf Sparflamme kochende Bornheimer Elf auch die zweiten 45 Minuten herunter und erweckte zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise den Eindruck einer sich im Abstiegskampf befindlichen Mannschaft. Einziger Lichtblick dieser trostlosen Vorstellung war die Großchance von Sonnur Kiricioglu, die nach gut einer Stunde alleine auf das gegnerische Tor zulief, jedoch an der gut reagierenden Keeperin Michaela Reith scheiterte. Das der Ausgleich zum 1:1 (81.) schließlich doch noch fallen sollte, war eher dem Zufall geschuldet. Nach einem Eckball war Christina Depta zur Stelle, jedoch wurde ihr Kopfball von einer gegnerischen Abwehrspielerin noch unglücklich ins eigene Netz verlängert.

Erst jetzt schien Bornheim ein wenig zu erwachen, begann auf den zweiten Treffer zu drücken, wurde jedoch kurz vor Schluss bitter dafür bestraft. Nach einem Eckball auf der anderen Seite war es die im zweiten Durchgang eingewechselte Carina Schmidt, die aus dem Gewühl heraus zum 1:2-Siegtreffer (86.) für die SG Rückers einschoss und Bornheim in die Depression stieß.

„Heute haben wir gegen einen limitierten Gegner die große Chance verpasst, einen eigentlich überlebenswichtigen Dreier zu machen“ fasste ein enttäuschter Abteilungsleiter Christoph Schaaff das Geschehen zusammen. „Was wir heute abgeliefert haben, war in unserer Situation viel zu wenig. Jetzt haben wir 2 Wochen Zeit uns zu sammeln und müssen dann versuchen im Nachholspiel gegen Rüsselsheim die heute verlorenen Punkte wieder einzufahren“ forderte Schaaff eine Trotzreaktion der Mannschaft ein.

Deutlich besser präsentierte sich Bornheim II und blieb beim 2:2 gegen Alemannia Niedermittlau auch im dritten Spiel in Folge unbesiegt. Dabei gelang wie schon in der Vorwoche das Kunststück, einen 2-Tore-Rückstand noch in ein Remis zu verwandeln. Sabrina Roth hatte mit einem Doppelschlag (21./27.) ihr Team in Front geschossen, bevor Charlotte Bartl noch vor der Pause zum 1:2 (38.) verkürzen konnte. Abermals war es Winterneuzugang Bartl, die mit ihrem zweiten Treffer an diesem Tag das 2:2 (61.) erzielte und damit den verdienten Punktgewinn sicherte. „ Ich glaube es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir endlich auch den ersten Saisonsieg feiern können“ freute sich Trainerin Peggy Halusa über die gute Leistung ihrer Truppe.

C.S.

Tag der Spielführerinnen

Ein Hattrick von Spielführerin Sonnur Kiricioglu hat Bornheims Hessenliga-Fußballerinnen am Samstag einen hochverdienten „Dreier“ beschert. Gegen Schlusslicht TSV Obermelsungen präsentierte sich die Mannschaft über die gesamten 90 Minuten drückend überlegen, versäumte es jedoch auf Grund einer mangelhaften Chancenverwertung das Resultat weitaus deutlicher zu gestalten. Dank eines furiosen Endspurts konnte auch Bornheims Zweite zumindest einen Punkt bei der SG Wiking Offenbach entführen. Auch hier war es mit Alexandra Galle die Spielführerin, die nach einem schon verloren geglaubten Match ihrem Team mit 2 späten Treffern noch einen Zähler rettete.

Der schnellste Strafstoß in der 10-jährigen Geschichte des Bornheimer Frauenfußballs stellt gegen das Gäste-Team aus dem nordhessischen Obermelsungen die Ampel bereits frühzeitig auf Sieg. Gerade 30 Sekunden waren gespielt, als der Unparteiische nach einem Foul an Canan Yikilmaz auf den Elfmeterpunkt zeigte. Den folgenden Strafstoß verwandelte Sonnur Kiricioglu sicher zur frühen Führung. Beflügelt durch die frühe Führung, bestimmte die SG auch in der Folge das Geschehen nach Belieben, versäumte es jedoch zunächst trotz zahlreicher Möglichkeiten den Vorsprung weiter auszubauen. Erst eine zum Torschuss mutierende Flanke von Kiricioglu sollte den Bann brechen. Ihre Hereingabe von der linken Außenbahn senkte sich unhaltbar in die lange Ecke und sorgte für die beruhigende 2:0-Führung (37.). Fast hätte Nicole „Jackson“ Gueye noch vor der Pause den dritten Treffer nachgelegt, jedoch traf ihr Freistoß nur das Aluminium des Gästetores. Die einzig nenneswerte Chance (26.) für den TSV hatte sich Lena Stippich geboten, die aber mit ihrem Abschluss an SG-Keeperin Denise Henkel scheiterte.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den knapp 60 Zuschauern das gleiche Bild. Bornheim zeigte weiterhin Einbahnstraßen-Fußball und erarbeitete sich Chance auf Chance.  Allerdings überboten sich Bornheims Spielerinnen dabei geradezu gegenseitig im Auslassen auch größter Torgelegenheiten, deren Auflistung zwischenzeitlich Telefonbuchstärke anzunehmen drohte. Bezeichnenderweise war es eine Standardsituation, die Bornheim den dritten Treffer bescherte. Nach einem Freistoß (53.) fast von der Torauslinie nahm Kiricioglu zum dritten Mal Maß und zirkelte den Ball in die Maschen.

So war am Ende das Fazit schnell gezogen. „Wir haben heute unsere Pflichtaufgabe erledigt, auch wenn das Resultat gemessen an den Spielanteilen und den Torchancen sicher deutlich zu niedrig ausgefallen ist.“ fasste Abteilungsleiter Christoph Schaaff die 90 Minuten zusammen. „Nächsten Samstag wartet mit der Partie gegen Rückers die Kür auf unser Team. Dann gilt es nachzulegen und gegen einen unbequemen Gegner den heutigen Dreier zu veredeln“.

Auch das Bornheimer Gruppenliga-Team konnte nach dem Remis in der Vorwoche abermals punkten und entführte zumindest einen Zähler bei Wiking Offenbach. Dabei schien die Partie beim Stand von 3:1 für die „Wikingerinnen“ bis kurz vor Schluss entschieden. Nadine Roith (56.), Marlene Schuffert (78.) und Nadine Börner (84.) hatten ihr Team scheinbar uneinholbar in Front geschossen, bevor sich Bornheim in einem furiosen Finale durch 2 Treffer (85./87.) von Spielführerin Alex Galle doch noch einen Zähler sicherte. Für den zwischenzeitlichen Bornheimer Ausgleich (69.) hatte Lena Engelhardt gesorgt. „Das war gefühlt ein kleiner Sieg.“ Zeigte sich Trainerin Peggy Halusa nach der wundersamen Wendung sichtlich erfreut und ergänzte:  „Dieser Punktgewinn macht Mut und zeigt, dass wir in der Winterpause gut gearbeitet haben.“

C.S.

Kämpfen alleine reicht nicht

Im Nachholspiel der Hessenliga zwischen dem SV Phönix Düdelsheim und der SG Bornheim mussten sich unsere Damen am gestrigen Mittwochabend den Gastgeberinnen mit 0:1 geschlagen geben. Den frühen Düdelsheimer Führungstreffer (03.) durch Franziska Rüdiger konnte Bornheim trotz der verbleibenden 87 Minuten nicht ausgleichen und schwebt damit auch weiterhin in akuter Abstiegsgefahr. Nun muss am kommenden Samstag gegen das Tabellenschlusslicht TSV Obermelsungen unbedingt gewonnen werden, um in der Tabelle nicht weiter an Boden zu verlieren.

Gegen den bislang besten Aufsteiger dieser Saison aus Düdelsheim konnte die SG in den ersten 45 Minuten gut dagegenhalten und ließ mit Ausnahme des Gegentores nur wenig zu. Auf der Gegenseite gelang es aber auch nicht, vor dem gegnerischen Tor für Gefahr zu sorgen. Häufige Ballverluste im Aufbauspiel und der fehlende finale Pass in die Spitze machten es dem Gegner ausgesprochen leicht, die knappe Führung zu verteidigen. Verstärkte Offensivbemühungen der Hausherrinnen nach dem Seitenwechsel, führten im zweiten Durchgang zu einer mehr und mehr zunehmenden Überlegenheit des SVP. Einzig der mangelhaften Chancenverwertung des Gegners sowie einigen Glanzparaden von Denise Henkel im Bornheimer Tor war es zu verdanken, dass man bis zum Ende der 90 Minuten keine weiteren Gegentreffer hinnehmen musste und das 0:1 immer noch Bestand hatte. Insbesondere die Düdelsheimer Torjägerin Jasmin Fischer mit einem Lattentreffer (51.) sowie die Torschützin Franziska Rüdiger verpassten es mehrfach, die knappe Führung weiter auszubauen. Bornheim kämpfte zwar aufopferungsvoll um einen möglichen Ausgleich, konnte aber zu keiner Zeit der Partie an die spielerischen Leistungen der beiden letzten Partien auch nur annähernd anknüpfen.

„Der Sieg von Düdelsheim geht vollkommen in Ordnung. Mit dem 0:1 sind wir am Ende sogar gut bedient“ fasste Trainer Jörg Philippi die aus Bornheimer Sicht enttäuschende Leistung zusammen und auch der Sportliche Leiter Christoph Schaaff ergänzte:  „Kämpfen alleine reicht nicht. Heute haben wir jede spielerische Klasse vermissen lassen und müssen uns in den kommenden Spielen fußballerisch wieder deutlich steigern.“

C.S.

Bornheimerinnen bestätigen ihren Aufwärtstrend

Auch am zweiten Rückrundenspieltag konnte die SG Bornheim ihren Aufwärtstrend bestätigen und kam zu einem hart erkämpften 2:3-Auswärtserfolg beim FSV Schierstein. Mit diesem Dreier konnte sich das Team von Jörg Philippi und Manfred Michel ein wenig von den direkten Abstiegsrängen absetzen und darf vorerst etwas durchatmen. Gleichzeitig bedeutete dies die erste Heimniederlage für die Schiersteinerinnen in dieser Saison.

Gegen den Aufsteiger aus der hessischen Landeshauptstadt erwischte die SG trotz des Fehlens von 3 Stammkräften einen Traumstart und ging nach einem tollen Zuspiel  von Vera Klingebiel durch Jenny Zitnik bereits früh mit 0:1 (04.) in Führung. Beflügelt von diesem Auftakt nach Maß, zeigte Bornheim in der Folge eine seiner besten Saisonleistungen und drängte auf den zweiten Treffer. Dieser schien auch nach 10 Minuten gefallen, doch verweigerte der Unparteiische dem Tor von Nicole „Jackson“ Gueye die Anerkennung. Den Klärungsversuch einer Schiersteiner Abwehrspielerin hinter der Torlinie verlegte er kurzerhand vor diese und ließ das Spiel weiterlaufen. Dennoch legte Bornheim kurz darauf nach und erhöhte durch Sandra Ott auf 0:2 (19.). Wiederum war es Schiedsrichter Dennis Gugel (Bischofsheim), der einen weiteren Bornheimer Treffer verhinderte. Beim vermeintlichen 0:3 durch Jenny Zitnik (23.) wollte er die Torschützin im Abseits gesehen haben und entschied auch in dieser Situation gegen Bornheim. Ein grober Abwehrschnitzer auf der Gegenseite führte stattdessen nach einer knappen halben Stunde zum 1:2 (24.) durch Ebru Tekten und brachte den FSV noch vor der Pause unerwartet zurück ins Spiel. 1:2 statt 0:4, so lautete die etwas ernüchternde Bornheimer Bilanz zur Halbzeit.

Beflügelt durch das Anschlusstor witterte Schierstein im zweiten Spielabschnitt Morgenluft und verlagerte das Spielgeschehen mehr und mehr in die gegnerische Hälfte. Bornheim beschränkte sich nun auf die Defensive und suchte weitere Torerfolge über das Konterspiel, jedoch ohne dabei Zählbares herauszuschießen. Zwar konnte auch Schierstein seine zwischenzeitliche Feldüberlegenheit mit Ausnahme eines Lattentreffers (70.) nach einem Freistoß von Julia Ortseifen nicht in ein wirkliches Chancenplus verwandeln, kam aber nach 81 Minuten dennoch durch die gleiche Spielerin zum 2:2-Ausgleich.

Wie schon in der Vorwoche bewies Bornheim aber auch diesmal allergrößte Moral und wurde für seinen nimmermüden Kampfgeist schließlich doch noch belohnt. Nach einem Foulspiel an Sandra Ott im gegnerischen 16-er entschied der Referee diesmal für Bornheim und auf Strafstoß, den Esma Gado souverän zum viel umjubelten Siegtreffer in der 85.Minute verwandelte.

„Das war ein ganz hartes Stück Arbeit, aber wir haben uns heute endlich einmal selbst für unsere tolle Moral belohnt“ fasste Co-Trainer Manfred Michel die umkämpften 90 Minuten zusammen. „Das war eine echte Energieleistung der gesamten Mannschaft, die trotz der Ausfälle und der verspielten 2:0-Führung alles gegeben und nie aufgesteckt hat“ zeigte sich auch der Sportliche Leiter Christoph Schaaff beeindruckt und ergänzte: „Die Leistungskurve zeigt nach oben. Bornheim ist wieder da!“

C.S.

 

Gerechte Punkteteilung zum Rückrundenstart

Mit einem 2:2-Unentschieden ist das Bornheimer Hessenliga-Team in die Rückrunde gestartet. Gegen den Tabellenfünften Germania Pfungstadt waren es Nicole „Jackson“ Gueye (44.) und Canan Yikilmaz (56.), die mit ihren Treffern die zweimalige Führung der Germaninnen ausgleichen konnten und ihrem Team den ersten Punkt zum Auftakt des neuen Fußball-Jahres sicherten.

Allerdings waren es zunächst die Gäste,  die  furios begannen. Bereits nach 2 Minuten musste SG-Keeperin Denise Henkel gegen die frei vor ihrem Tor auftauchende Franziska Lovecchio Kopf und Kragen riskieren um einen frühen Rückstand zu verhindern. Bornheim sollte diese erste Schrecksekunde jedoch gute verdauen und nahm im weiteren Verlauf das Heft des Handelns mehr und mehr in die Hand ohne jedoch dabei wirklich zu zwingenden Torgelegenheiten zu kommen. Die Beste bot sich Canan Yikilmaz bei einem Freistoß (22.), der jedoch knapp am langen Pfosten vorbeistrich. Quasi im Gegenzug waren es dann die Pfungstädterinnen, die nach einem schnell vorgetragenen Gegenangriff durch einen Schuss von Patricia Seitz mit 0:1 in Führung gingen. Weiteres Ungemach verhinderte die glänzend aufgelegte Denise Henkel, die nur 7 Minuten später abermals gegen Lovecchio glänzend parieren konnte und ein mögliches 0:2 verhinderte.

Kurz vor dem Seitenwechsel war es Nicole Gueye vorbehalten, mit einem Treffer  Marke „Tor des Monats“ den Ausgleich zu erzielen. Ihre Schuss von der rechten Außenbahn senkte sich als Bogenlampe hinter der machtlosen Romina Kunze in den Winkel des Pfungstädter Tores und egalisierte damit die Gästeführung noch vor der Pause.

Kurz nach dem Seitenwechsel war es wieder einmal die altbekannte Bornheimer Schwäche bei Standardsituationen, die die Germania erneut in Führung gehen ließ. Nach einem Eckball war Susanne Bartl per Kopf zur Stelle und markierte das 2:1 (49.). Auch diesmal zeigte sich Bornheim wenig beeindruckt und kam nur 7 Minuten später durch Yikilmaz zum 2:2-Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein spannendes und sehenswertes Hessenliga-Spiel, das mehr als die rund 50 erschienenen Zuschauer verdient gehabt hätte. Während die Gastgeberinnen das Spielgeschehen weitestgehend bestimmten, wartete Pfungstadt geduldig auf Bornheimer Fehler im Spielaufbau, die sie immer wieder zu schnellen und brandgefährlich vorgetragenen Konterangriffen nutzten. Zählbares sollte dabei jedoch nicht mehr herausspringen. Da auch die SG die wenigen, sich ihr bietenden Torchancen nicht verwerten konnte, blieb es am Ende beim insgesamt leistungsgerechten Remis.

Erwähnenswert an diesem Abend auch das Comeback von Christina Depta, die nach 2-jähriger Verletzungspause in der 46.Minute erstmals wieder auf das Spielfeld zurückkehren konnte und gleich eine ansprechende Leistung zeigte.

„Der Punkt bringt uns in der Tabelle zwar nicht wirklich nach vorne, aber die Mannschaft hat mit einer starken Leistung gegen eine gute Pfungstädter Mannschaft ein Signal gesetzt“ zeigte sich der Sportliche Leiter Christoph Schaaff zufrieden mit der Punkteteilung. Auch Trainer Jörg Philippi zollte seinem Team Respekt:  „Wir sind zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen und hätten mit ein bisschen Glück sogar gewinnen können. Wenn wir an diese Leistung weiter anknüpfen, müssen wir uns um den Klassenerhalt keine Sorgen machen.“

C.S.

 

Befreiungsschlag zum Vorrundenabschluss

Aufatmen bei Bornheims Hessenliga-Fußballerinnen: Mit einem 1:0-Erfolg über den TSV Zierenberg konnte die SG nach 6 sieglosen Spielen in Folge endlich wieder den lange ersehnten „Dreier“ einfahren und sich damit vorerst aus dem Tabellenkeller befreien. Weiter sieglos blieb hingegen die 2.Mannschaft, die beim Tabellenführer Kickers Offenbach mit 0:3 unterlag und damit die Vorrunde ohne einen dreifachen Punktgewinn beenden musste.

Nach zuletzt 3 Heimpleiten in Folge, war Bornheim von Beginn an sichtlich bemüht, diese Negativserie zu beenden um sich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause verabschieden zu können. Der frühe Führungstreffer (18.) durch ein Freistoßtor von Canan Yikilmaz spielte den Hausherrinnen dabei prächtig in die Karten und brachte die notwendige Ruhe in das eigene Spiel. Die beste Gelegenheit die Führung weiter auszubauen, bot sich nach 33 Minuten Sandra Ott, die nach einer Freistoßflanke jedoch nur den Pfosten des Zierenberger Tores traf. Die beste Chance auf Seiten der Gäste hatte Julia Kanngiesser die jedoch aus kürzester Distanz das Bornheimer Tor verfehlte (41.)

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den nur spärlich erschienenen Zuschauern ein ähnliches Bild. In einer spielerisch schwachen dafür aber kampfbetonten und spannenden Begegnung hatte Bornheim zwar mehr Spielanteile sowie ein Chancenplus auf seiner Seite, jedoch blieben die Gäste jederzeit gefährlich. Die Vorentscheidung zum möglichen 2:0 verpasste Marlies Brönner in der 66.Minute, als sie nach einem Eckball von Sonnur Kiricioglu mit ihrem Kopfball nur die Unterkante der Latte traf. Auf der Gegenseite hatte Larissa Hägele kurz zuvor den möglichen Ausgleich für die Gäste aus Nordhessen nur knapp vergeben.

„Das war heute sicher nicht unser bestes Spiel, aber was zählt sind die drei Punkte“ erklärte der sichtlich erleichterte Abteilungsleiter Christoph Schaaff nach dem Schlusspfiff. „Es wäre fatal gewesen, mit einem weiteren Misserfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen. Jetzt werden wir uns bis zur Rückrunde sammeln und dann im neuen Jahr angreifen. Bis dahin wartet aber noch viel Arbeit auf uns“ richtete Schaaff auch gleich den Blick nach vorne.

Trotz der neuerlichen 0:3-Niederlage beim Spitzenreiter Kickers Offenbach, zog sich Bornheims 2.Mannschaft achtbar aus der Affäre. Allerdings war die Partie mit dem 3-Tore-Vorsprung der Gastgeberinnen durch einen lupenreinen Hattrick von Eva Hempel (09./38./44.) bereits vor der Halbzeitpause entschieden. Im zweiten Spielabschnitt hielt Bornheim der Offenbacher Überlegenheit besser stand und ließ zumindest auch in Unterzahl nach der gelb-roten Karte für Ana Löw Gil in der 78.Minute keine weiteren Treffer zu.

C.S.

 

Bornheim fehlt das Sieger-Gen

Auch am vorletzten Hinrundenspieltag blieben beide Bornheimer Teams sieglos und warten weiterhin auf ein wirkliches Erfolgserlebnis. Während das Hessenliga-Team mit dem 2:2 beim RSV Roßdorf noch eine 2:0-Pausenführung verspielte, konnte Bornheim II auch beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Kinzigtal nicht gewinnen und kam ebenfalls nicht über ein mageres Unentschieden hinaus.

Bei kalten Temperaturen erwischte Bornheim I auf dem Kunstrasen in Roßdorf einen guten Start und erarbeitete sich mit einer engagierten Leistung im ersten Durchgang klare Feldvorteile. Allerdings bedurfte es eines Roßdorfer Eigentores durch Alina Loth (30.) um die SG in Front zu bringen. Einen eklatanten Abwehrschnitzer der gegnerischen Hintermannschaft konnte Canan Yikilmaz nur kure Zeit später zum 2:0 (33.) nutzen. Mit ihrem platzierten Flachschuss in die lange Ecke ließ sie der Roßdorfer Schlussfrau Anne Christin Lanz keine Chance.

Wollte man auch in Halbzeit zwei eigentlich an die guten Leistungen der ersten Hälfte anknüpfen, sollte es jedoch leider auch diesmal anders kommen. Der frühe 1:2 Anschlusstreffer (57.) durch die vorherige Eigentorschützin Loth  ließ die Hausherrinnen die sprichwörtliche Morgenluft schnuppern und brachte Bornheim fortan ins Wanken. Gegen nun äußerst couragiert auftretende Roßdorferinnen geriet die SG mehr und mehr in die Defensive und verlor die gerade Linie der ersten Halbzeit. In der Folge entwickelte sich eine zunehmend ruppiger werdende Partie, der das über beiden Mannschaften schwebende Abstiegsgespenst deutlich anzumerken war. Viele Fouls und wenig durchdachte Aktionen prägten das Bild der zweiten 45 Minuten.

Bis zur 80.Minute hielt auf Bornheimer Seite die Hoffnung auf den zweiten Saisonsieg, bevor Sarah Sabine Eberz den bereits förmlich in der Luft liegenden Ausgleich für ihr Team markierte und der SG den fast schon sicher geglaubten Dreier zwischen den Fingern zerrinnen ließ.

„Wir haben es wieder einmal nicht geschafft, unser Spiel über 90 Minuten konstant durchzuziehen“ zeigte sich Abteilungsleiter Christoph Schaaff nach Spielende enttäuscht. „Nach der 2:0-Pausenführung ist das Unentschieden eine gefühlte Niederlage“, so Schaaff weiter.

Immer noch sieglos blieb auch am vorletzten Spieltag des Jahres die 2.Mannschaft, die im Kellerduell bei der bislang noch punktlosen SG Kinzigtal mit einer bitteren Punkteteilung vorlieb nehmen musste. Trotz gefühlter 80% Ballbesitz reichte es am Ende nur für einen Punkt. Den 1:0-Führungstreffer (38.) durch Diana Dumitrascu, konnte Ana Löw Gil durch einen Freistoßtreffer in der 51.Minute zumindest noch ausgleichen und wendete damit zumindest ein vollständiges Desaster ab. „Uns fehlte heute der Zug zum Tor“ befand Trainerin Alex Galle in Anbetracht des enttäuschenden Ergebnisses.

C.S.

 

In Bornheim leuchtet die "Rote Laterne"

Nach der 1:3-Pleite im Kellerduell beim Tabellennachbarn Eintracht Wetzlar, leuchtet die rote Laterne der Hessenliga nun endgültig in Bornheim. Durch die neuerliche Niederlage ist die Mannschaft auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht und schwebt nun endgültig in akuter Abstiegsgefahr. Einmal mehr führten mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive sowie individuelle Fehler im Abwehrverhalten zu einer eigentlich vermeidbaren Niederlage.

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit konnten sich beide Mannschaften kaum nennenswerte Torgelegenheiten erarbeiten. Die Beste hatten die Domstädterinnen zu verzeichnen, die jedoch nur die Latte des Bornheimer Tores trafen. Mit den Gedanken offensichtlich noch in der Kabine, wurde Bornheim unmittelbar nach Wiederanpfiff eiskalt erwischt, als Michelle Topf die komplette Hintermannschaft der Gäste überlief und zum 1:0 (46.) einschob. Bornheim versuchte nun seine Offensivbemühungen zu verstärken, musste aber durch einen Doppelschlag der überragend aufspielenden Michelle Topf zwei weitere Treffer (60./68.) hinnehmen. Auf der Gegenseite hatte Bornheim nach einem Freistoß von Canan Yikilmaz (56.) und einem Lattentreffer von Jenny Zitnik (67.) seine besten Möglichkeiten und bekam zudem ein nach Meinung der Schiedsrichterin irreguläres Tor (79.) von Sandra Ott aberkannt. Zwar konnte Nicole „Jackson“ Gueye kurz vor dem Ende noch auf 1:3 (86.) verkürzen, jedoch kam dieser Treffer zu spät um dem Spiel noch einmal eine Wende geben zu können.

„Das war heute der absolute Tiefpunkt für uns. Wir wollten unbedingt drei Punkte mitnehmen und stehen wieder mit leeren Händen da“ rang Abteilungsleiter Christoph Schaaff nach dem Spiel um Worte. „Ich glaube, nicht alle haben den Ernst der Lage begriffen. Wenn wir nicht bald eine Kehrtwende einleiten und mehr investieren, sind wir in dieser Liga fehl am Platz. Bloße Lippenbekenntnisse helfen uns jetzt jedenfalls nicht mehr weiter“ ergänzte Schaaff.

Auch das Gruppenliga-Team musste sich bei der FSG Usinger Land mit 0:4 geschlagen geben und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg. Schon zur Pause befand sich die Taunus-Elf durch Treffer von Jennifer Scheuch (14.) und Alissa Gönülkirmaz (35.) mit einem 2:0-Vorsprung auf der Siegerstraße, den Doppeltorschützin Lorena Klotz (76./82.) in der Schlussphase zu einem komfortablen Erfolg ausbauen konnten. Nun hofft man im Bornheimer Lager zumindest am kommenden Wochenende beim bislang chancenlosen Schlusslicht SG Kinzigtal das so lange ersehnte erste Erfolgserlebnis feiern zu können.

C.S.

 

Bornheim verschläft die Chance auf mehr

Eine buchstäblich verschlafene erste Halbzeit im Auswärtsmatch bei Germania Pfungstadt hat der SG die Chance gekostet, in der Tabelle einen wichtigen Schritt nach vorne zu machen. Trotz einer vor allem im zweiten Spielabschnitt ansprechenden Leistung musste man sich den Germaninnen am Ende mit 3:2 geschlagen geben und bleibt damit vorerst weiterhin im Tabellenkeller stecken.

In einer insgesamt spielerisch ausgeglichenen ersten Halbzeit präsentierte sich Pfungstadt zwar nicht unbedingt besser, war dafür aber im Gegensatz zu Bornheim von der ersten Minute an hellwach und vor dem gegnerischen Tor brandgefährlich. Bereits nach 15 Minuten hatte die Germania ein 2:0 durch Treffer von Linda Stock (08.) und Patricia Seitz (12.) vorgelegt und sich damit früh einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Das 3:0 (40.) durch Romina Kunze noch vor der Pause ließ für die Gäste nur wenige Wochen nach dem an gleicher Stelle erlebten 1:11-Debakel abermals nichts Gutes erahnen, zumal Pfungstadt noch eine Reihe weiterer guter Torgelegenheiten ungenutzt ließ.

Nach dem Seitenwechsel sollte das Spiel jedoch eine ganz andere Bornheimer Elf erleben. Eine in der ersten Halbzeit noch völlig vermisste fußballerische Tugend, der Kampfgeist,  hielt nun Einzug ins Bornheimer Spiel und brachte die bis dahin relativ sorgenfrei agierende Germania mehr und mehr ins Wanken. Sah das 1:3 (70.) durch einen Kopfballtreffer von Jenny Zitnik zunächst noch wie Ergebniskosmetik aus, so stellte es sich im weiteren Spielverlauf jedoch als Signal zum endgültigen Aufbruch dar. Sie SG drängte fortan in Richtung des gegnerischen Tores und erarbeitete sich zunehmend mehr Spielanteile.

Ein weiterer Treffer der kurz zuvor eingewechselten Amelie Jurkeit zum 2:3 (82.) läutete schließlich eine bedingungslose Schlussoffensive der Bornheimerinnen ein, die jedoch nicht mehr mit dem sicherlich nicht unverdient gewesenen Ausgleichstreffer belohnt wurde.

„Diese Niederlage ist ärgerlich, weil wir sie uns wieder einmal selbst zuzuschreiben haben“ fasste Abteilungsleiter Christoph Schaaff das Spielgeschehen zusammen. „Allerdings sollte uns die zweite Halbzeit Mut für die beiden richtungsweisenden Spiele gegen Wetzlar und Roßdorf machen. Wenn wir dort so auftreten wie hier in der 2.Halbzeit rechne ich uns gute Chancen aus“ so Schaaff weiter.

C.S.

 

Bornheimer Heimpleiten-Serie geht weiter

 

Auch am 7.Spieltag der Hessenliga fand die Serie der Bornheimer Heimpleiten seine Fortsetzung und erreichte dabei mit der 1:6-Klatsche gegen den 1.FC Mittelbuchen seinen vorläufigen Höhepunkt. Damit bleibt die SG auch im 3.Heimspiel der Saison nach wie vor ohne Punktgewinn und befindet sich mittlerweile in akuter Abstiegsgefahr. 

Dabei hatte zunächst alles nach Plan begonnen, als Canan Yikilmaz ihr Team bereits nach 7 Minuten mit 1:0 in Front geschossen hatte. Bornheim hatte zu diesem Zeitpunkt die Fäden in der Hand, wogegen Mittelbuchen große Probleme hatte, Linie in das eigene Spiel zu bringen. Ein etwas fragwürdiger und von Claudia Sikorski verwandelter Strafstoß (32.) sowie der Treffer von Maria Danaylova zum 1:2 (35.) nur 3 Minuten später, sollten dann aber eine frühzeitige Wende in das Spiel bringen. Der bisherige Tabellenzweite bestimmte nun zunehmend das Spielgeschehen und konnte die knappe Führung mit in die Pause nehmen.

 Das 1:3 von Katharina Wolf 7 Minuten nach Wiederanpfiff sorgte schließlich bereits nach gut einer Stunde für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste und führte in der Folge zu einem völligen Zusammenbruch des Bornheimer Spielsystems. Drei weitere Gegentreffer von Jennifer Horst (59/FE.), Simone Gruner (74.) und Nadine Krüger (90.) gegen eine mittlerweile vollständig desolat agierende Bornheimer Elf waren die logische Konsequenz einer vor allem in der zweiten Halbzeit absolut desaströsen Vorstellung der Gastgeberinnen.

 „In der zweiten Halbzeit haben wir völlig die Kontrolle über das Spiel verloren und sind regelrecht vorgeführt worden“ zeigte sich der Sportliche Leiter Christoph Schaaff nach Spielschluss restlos bedient und ergänzte: „Eine solche Vorstellung lässt sich nicht alleine mit der derzeitigen personellen Situation erklären. So kann es aber jedenfalls nicht weitergehen!“

 Auch Bornheims „Zweite“ musste eine neuerliche Heimniederlage hinnehmen und verlor gegen den FFV Oberursel mit 2:3 (1:1). Wie schon gegen den FFC, war es abermals ein später Treffer, der zumindest einen Teilerfolg verhinderte. Die Führung des FFV (08.) durch Hannah Berk konnte Lena Engelhardt in der 20. Minute zunächst ausgleichen, bevor ein Eigentor von Alison Stewart Ito (58.) die SG in Front brachte. Dem schnellen Ausgleich zum 2:2 (60.) durch Anntrin Weil folgte dann der nicht unverdiente wenn auch unglückliche Bornheimer KO durch den Treffer von Doppeltorschützin Hannah Berk (88.) kurz vor Spielschluss.

 

Freundliche Bornheimer Gastgeberinnen

Auch am vergangenen Wochenende blieben beide Bornheimer Frauenteams ohne Punktgewinn und mussten sich im Frankfurter Lokalderby jeweils mit 1:2 der innerstädtischen Konkurrenz des 1.FFC Frankfurt geschlagen geben. Insbesondere das Hessenliga-Team erwies sich dabei als freundlicher Gastgeber und präsentierte dem FFC beide Tore quasi auf dem Silbertablett.

In einer ausgeglichenen ersten Spielhälfte konnten sich beide Teams nur wenig Torchancen erarbeiten und begnügten sich mit einem Spiel zwischen den beiden Strafräumen. Als alles bereits auf eine torlose erste Halbzeit hinzuwiesen schien, verteilte Bornheim Geschenk Nr. 1. Einen ungenauen Rückpass von Nicole Gueye konnte Jessica Losert erlaufen und vollendete zum 0:1 (41.) für den FFC.

Kurz nach dem Seitenwechsel war es Caroline Girard, die nach einem Eckball zum 1:1 (49.) vollstreckte und damit die Partie wieder offen gestaltete. Die Freude über diesen Treffer währte jedoch nicht allzu lange. Nach einem von Jessica Losert getretenem Eckball für den FFC zeigte sich Bornheim in der Defensive abermals indisponiert. Ein ungenauer Klärungsversuch von Nicole Huke landete direkt vor den Füßen von Adelina Zekaj, die keine Mühe hatte den Ball zum 1:2 (56.) im Bornheimer Tor zu versenken. Fast wäre Geburtstagskind Marlies Brönner doch noch der sicherlich nicht unverdiente Ausgleich zum 2:2 gelungen, jedoch sprang das Leder vom Innenpfosten wieder zurück ins Spielfeld.

„Es ist ärgerlich, dass wir trotz einer ansprechenden Leistung auch diesmal wieder mit leeren Händen dastehen und uns vor allem diesmal auch ein wenig selbst geschlagen haben“, so der Sportliche Leiter Christoph Schaaff. „Mit nur 8 Gegentoren in 5 Spielen können wir eigentlich mit den Spitzenteams der Liga mithalten. Was uns fehlt, ist aber die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor“ versuchte sich Schaaff in einem ersten Fazit der neuen Saison.

Auch die 2.Mannschaft musste sich trotz ansprechender Leistung dem FFC IV mit 1:2 geschlagen geben und musste dabei den schon fast sicher geglaubten Punkt doch noch wieder hergeben. Ausgerechnet  der Ex-Bornheimerin Lea Lippold war es vorbehalten in der 88.Minute ihr Team zum Sieg zu schießen, nachdem sie bereits in der 56. Minute die Bornheimer Führung zum 1:0 (22.) durch Lena Engelhardt ausgeglichen hatte.

C.S.

 

Pleiten, Pech und Pannen

Schwarzer Samstag für Bornheims Fußballfrauen! Während das Gruppenliga-Team bei Alemannia Niedermittlau mit 0:4 abermals deutlich unterlag, musste auch das Hessenliga-Team nach dem 0:1 bei der SG Rückers ebenfalls mit einer Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. Allerdings war diese wieder einmal mehr der  Rubrik „Pleiten, Pech und Pannen“  zuzuordnen und hätte durchaus vermieden werden können.

Gegen einen mit 19 Gegentoren aus 4 Spielen deutlich angeschlagenen Gegner, hatte sich Bornheim deutlich mehr ausgerechnet, musste aber bereits nach 10 Minuten den ersten Nackenschlag hinnehmen. Bornheims dänischer Neuzugang Ditte Larsson musste in ihrem ersten Spiel nach einem Pressschlag mit einer schwerwiegenden Bänderverletzung ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden.  Sie wird ihrer Mannschaft nach ersten Prognosen voraussichtlich erst zur Rückrunde wieder zur Verfügung stehen. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein Spiel auf geradezu unterirdischem Niveau, dass getrost in die Kategorie „Not gegen Elend“ einzuordnen war. Torchancen waren über die gesamte Spielzeit hinweg Mangelware. Rückers konnte in Halbzeit 1 einen Lattentreffer verbuchen, für Bornheim war es Sandra Ott, die in der Schlussphase (76.) freistehend vor dem Tor der Gastgeberinnen eine mögliche Führung vergab. Geradezu sinnbildlich war es dann wohl, dass der Siegtreffer der SG Rückers aus einem Eigentor von Lena Döll resultierte, die in der 82.Minute, bedrängt von 2 Gegenspielerinnen, den Ball aus kurzer Distanz nur noch ins eigene Netz lenken konnte. Zu diesem Zeitpunkt war Bornheim allerdings durch die gelb-rote Karte von Canan Yikilmaz (69.) bereits dezimiert. Kurz zuvor wegen eine Foulspiels verwarnt, wurde sie nach wiederholtem Reklamierens vom Unparteiischen Andreas Junge aus Wächtersbach mit gelb-rot vorzeitig zum Duschen geschickt.

Nach dieser vollkommen überflüssigen Niederlage steht Bornheim vor dem Derby gegen den 1.FFC Frankfurt III am kommenden Samstag bereits gehörig unter Druck und könnte bei einer Niederlage auf einen der Abstiegsplätze rutschen. Dies sollte unter allen Umständen vermieden werden.

C.S.

 

Bornheim punktet dreifach

Drittes Spiel erster Sieg für Bornheims Hessenliga-Team. Nach der Auftaktniederlage gegen Schierstein und dem Remis in Rüsselsheim konnte die SG beim 2:3-Auswärtserfolg im nordhessischen Obermelsungen erstmals in der Saison dreifach punkten. In der Tabelle belegt Bornheim mit nun 4 Punkten Platz 9, konnte sich aber trotz des Sieges vorerst nicht weiter nach oben schieben.

Abermals sieglos blieb hingegen Bornheim II, die der SG Wiking Offenbach trotz ansprechender Leistung mit 1:4 unterlag und sich nach nur einem mageren Punkt aus 3 Spielen wohl auf eine abermals schwere Gruppenliga-Saison einstellen muss.

Einmal mehr von argen Personalproblemen geplagt, hatte das Hessenliga-Team mit gerade einmal 12 Spielerinnen die Reise nach Obermelsungen antreten müssen. Davon unbeeindruckt, startete Bornheim furios in die Partie und ging bereits nach 3 Minuten durch Marlies Brönner mit 0:1 in Führung. Nachdem ihr Kopfstoß zunächst nur die Latte des gegnerischen Tores getroffen hatte, war sie schließlich im Nachschuss erfolgreich. Der gastgebende TSV ließ sich auch durch den frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und versuchte mit seinen langen und präzise in die Spitze gespielten Angriffsbällen die Bornheimer Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Die größte Gelegenheit zum Ausgleich bot sich Lena Stippich nach 28 Minuten, jedoch sprang der Ball nach ihrem Schuss vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld. Auf der Gegenseite vergaben Jenny Zitnik (25.), Canan Yikilmaz (30.) und Esma Gado (32.) jeweils ihre Möglichkeiten das 2:0 für Bornheim zu erzielen.

Kurz nach dem Seitenwechsel hätte Bornheims Linksaußen Sonnur Kiricioglu den Sack jedoch endgültig zumachen müssen, jedoch brachte sie das kleine Kunststück fertig, den Ball am leeren Tor vorbeizusetzen. Die Strafe folgte postwendend in Form des 1:1 (60.) durch Lena Stippich, die nach einem weiteren Innenpfostentreffer zur Stelle war und zum Ausgleich einschießen konnte.

Während die meisten nun mit einem Obermelsunger Sturmlauf rechneten, war es das Bornheimer Team das eiskalt zurückschlug. Nach einem Freistoß von rechts durch Esma Gado, war Caroline Girard im Strafraum per Kopf zur Stelle und erzielte den 1:2-Siegtreffer (65.) für ihre Farben. Zwar bemühte sich der TSV in der restlichen Spielzeit redlich um einen abermaligen Ausgleich, jedoch verteidigte Bornheim diesmal -im Gegensatz zur Vorwoche- die knappe Führung.

„Ich bin sehr zufrieden, denn momentan ist auf Grund der personellen Situation alles nicht so einfach“ urteilte Bornheims Trainer Jörg Philippi und lobte die Moral der Mannschaft, die sich auch durch den Ausgleichstreffer nicht aus dem Konzept habe bringen lassen.

Weiterhin sieglos blieb dagegen Bornheim II, die auf eigenem Platz der SG Wiking Offenbach mit 1:4 unterlag. Zahlreiche fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, darunter 2 Elfmeter, trugen dabei nicht unerheblich zu der doch unerwartet deutlichen Heimniederlage bei. Das zwischenzeitliche 1:2 hatte Spielertrainerin Alex Galle mit einem Freistoßtor Marke „Tor des Monats“ (30.) aus dem Mittelkreis heraus erzielt, konnte aber damit dennoch die zweite Heimniederlage in Folge nicht verhindern.

 

Punktverlust auf der Zielgeraden

Ein Treffer in der 3.Minute der Nachspielzeit kostete die Hessenligafußballerinnen der SG Bornheim im Auswärtsmatch beim SC Opel Rüsselsheim 2 wertvolle Zähler. Die 1:0-Führung durch Sandra Ott aus der 55.Minute hatte bis zur 93.Minute Bestand, bevor der Last-Minute-Ausgleichstreffer von Daniela Steinmetz die Bornheimer Hoffnungen auf einen Auswärts-„Dreier“ quasi mit dem Schlusspfiff zerstörte.

Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer ein munteres Hessenliga-Match mit guten Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Auf Bornheimer Seite war es zunächst Canan Yikilmaz, die zweimal aus aussichtsreicher Position vergab. Auf der Gegenseite hatte Franziska Magdalena Frase die Führung für die Opelanerinnen auf dem Fuß, scheiterte aber im direkten Duell an Sonnur Kiricioglu im Bornheimer Tor, die auch bei einer weiteren Großchance der Gastgeberinnen glänzend parieren konnte. Das Remis zur Pause erschien somit leistungsgerecht.

Mit der Einwechslung von Sandra Ott zum Wideranpfiff sollte Trainer Jörg Philippi ein glückliches Händchen beweisen. Keine 10 Minuten im Spiel, markierte Ott nach einem schön herausgespielten Angriff das 1:0 (55.) für Bornheim und nährte die Hoffnung auf einen Auswärtssieg. In der Folge verflachte das Spiel zusehends und Chancen wurden auf beiden Seiten mehr und mehr Mangelware. Während Bornheim den knappen Vorsprung verwaltete, fand Rüsselsheim kein Mittel, die gegnerische Abwehr entscheidend in Bedrängnis zu bringen. Die drohende Niederlage vor Augen, warf Rüsselsheim in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne und kam nach einem Eckball in der Nachspielzeit schließlich doch noch zum glücklichen, wenn auch nicht unverdienten Ausgleich.

„Wir haben in den Schlussminuten viel zu hektisch agiert und letzten Endes die Kontrolle über das Spiel verloren“ urteilte Abteilungsleiter Christoph Schaaff nach Spielschluss. „Auf der einen Seite freuen wir uns natürlich über den gewonnen Punkt, auf der anderen Seite fühlt er sich aber schon ein wenig wie eine Niederlage an“ so Schaaff weiter.

Auch Bornheims „Zweite“ konnte beim 1:1-Unentschieden bei der TSG 51 Frankfurt seinen ersten Zähler der neuen Saison verbuchen, musste dabei allerdings ebenfalls nach einer vorangegangenen Führung den Sieg noch aus der Hand geben. Die 0:1-Führung durch Lena Engelhardt aus der 34.Minute, konnte Monique Hundshagen mit ihrem Treffer in der 81.Minute egalisieren und sorgte damit für eine insgesamt leistungsgerechte Punkteteilung.

C.S. 

Verpatzter Saisonauftakt für Bornheims Fußballerinnen

 Nichts zu holen gab es für die beiden Bornheimer Frauenmannschaften in ihren jeweiligen Auftaktmatches zur neuen Saison. Während das Hessenliga-Team zu Hause gegen Aufsteiger FSV Schierstein mit 1:3 den Kürzeren zog, musste sich das Gruppenliga-Team –ebenfalls vor heimischer Kulisse- gar mit 0:6 den Offenbacher Kickers geschlagen geben.

Dabei hatte es für Bornheims „Erste“ zunächst gut begonnen. Die SG bestimmte vom Anstoß weg die Partie und ging durch einen sehenswerten Treffer (11.) von Sonnur Kiricioglu früh in Führung. Kurz zuvor hatte bereits Jenny Zitnik die Schiersteiner Gäste-Keeperin Jasmin Smith mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade gezwungen. Mit der Führung im Rücken, drängte Bornheim weiterhin in Richtung gegnerisches Tor, verpasste es jedoch eine der zahlreichen guten Möglichkeiten zum Ausbau der eigenen Führung zu nutzen. Die beste Gelegenheit hierzu hatte Canan Yikilmaz, deren Freistoß (40.) jedoch nur an die Latte klatschte. Auf der Gegenseite konnte der FSV ebenfalls mit einem Aluminium-Treffer (18.) von Larissa Halm seine beste Torgelegenheit verbuchen,  sah sich ansonsten aber eher in der Defensive.

Dennoch sollte schon früh der etwas überraschende Ausgleich fallen. Wie schon so oft in der Vergangenheit, war es wieder einmal eine Standardsituation, die Bornheim in Verlegenheit brachte. Nach einem Eckball (21.) war Nina Sielbock am langen Pfosten per Kopf zur Stelle und markierte den 1:1-Ausgleichstreffer. Zu allem Überfluss mussten die Gastgeberinnen unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff auch noch das 1:2 (42.) durch Bettina Schaller hinnehmen, das den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf stellte.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie nun deutlich offener als in Halbzeit eins. In einer vor allem von Schiersteiner Seite aus nun zunehmend ruppiger geführten Begegnung blieben Chancen weitestgehend Mangelware. Den Unterschied zwischen beiden Teams machte am Ende die deutlich effizientere Chancenverwertung der Gäste aus. Während Bornheim sich zwar redlich mühte, jedoch durch Canan Yikilmaz (70.) und Sandra Ott (82.) zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich ungenutzt ließ, machte Schierstein mit einem Konter in der Schlussminute durch Julia Ortseifen den sprichwörtlichen Sack endgültig zu und sicherte dem Aufsteiger den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

„Solange wir unsere Tormöglichkeiten nicht besser nutzen, werden wir es in der Hessenliga schwer haben“ sprach der Sportliche Leiter Christoph Schaaff ein altbekanntes Bornheimer Defizit an. „Heute hat diejenige Mannschaft gewonnen, die aus wenig viel gemacht hat“, so Schaaff weiter, während Trainer Jörg Philippi vor allem die teils harte Gangart des Gegners monierte. „Hier hätte der Schiedsrichter früher und entschlossener durchgreifen müssen“ kritisierte Philippi den Unparteiischen.

Am kommenden Samstag steht in der Hessenliga das schwere Auswärtsspiel bei einem der Meisterschaftsanwärter, dem SC Opel Rüsselsheim an. Hier wird sich die Mannschaft deutlich steigern müssen, um am Ende nicht wieder mit leeren Hände dazustehen

C.S.