Bornheim I bleibt makellos, Bornheim II beweist Moral

Auch am vergangenen Spieltag der Verbandsliga Süd konnte Bornheim seine Erfolgsserie weiter ausbauen und hat mit nunmehr 18 Punkten aus 6 Spielen eine weiterhin makellose Bilanz aufzuweisen. Dabei mussten die eigenen Fans allerdings lange auf die erlösenden Treffer zum 0:2-Auswärtssieg bei Kickers Offenbach warten. Eine furiose Aufholjagd gelang hingegen Bornheim II beim SVP Fauerbach und konnte einen zwischenzeitlichen 3:0-Rückstand noch in ein 3:3 verwandeln.

Gegen den bislang gut gestarteten Aufsteiger von der anderen Mainseite hatte man sich auf ein weiteres schweres Spiel eingestellt. Dementsprechend überrascht war man daher auf Bornheimer Seite von der defensiven Ausrichtung des OFC, der aus einer dicht gestaffelten Deckung seine Offensivbemühungen auf gelegentliche Konter beschränkte. Die sich bietenden Freiräume nutzend, übernahm Bornheim von Beginn an das Heft des Handelns und erspielte sich ein deutliches Übergewicht. Wie so oft in der Vergangenheit gelang es der SG aber auch diesmal viel zu selten, daraus Kapital in Form von klaren Torchancen zu schlagen. Lediglich zweimal geriet das gegnerische Tor im Laufe der 1.Halbzeit in Gefahr, als Canan Yikilmaz nach einer Flanke von Nicole „Jackson“ Gueye mit ihrer Direktabnahme den Kasten nur knapp verfehlte (18.) und Sonnur Kiricioglu bei einem Freistoß (42.) an Keeperin Ankea Metzker im Offenbacher Tor scheiterte. Auf der Gegenseite war es Eva Hempel die nach 27 Minuten vielversprechend vor dem Tor von Elena Belkaid auftauchte, bei ihrem Abschluss aber nur das Außennetz traf.

Auch nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein unverändertes Bild. Bornheim bearbeitete weiterhin den Offenbacher Beton, ohne jedoch ernsthaften Schaden anrichten zu können. Nach 75 Minuten hätte Nicole „Jackson“ Gueye , in den beiden letzten Partien zur Spezialistin für „goldene“ Tore avanciert, fast die entscheidende Lücke gefunden, verpasste ihren 5.Saisontreffer aber nur um Zentimeter. Als bereits vieles auf ein torloses Remis hinzudeuten schien, war es schließlich Jenny Zitnik die die Festung des OFC doch noch erstürmte. Nach einer präzisen Flanke von Sandra Ott über die rechte Angriffsseite war Zitnik per Kopf zur Stelle und markierte in der 81.Minute den erlösenden 0:1- Führungstreffer. Kurz vor Schluss war es dann Christina Depta, die nach einer schönen Einzelaktion im 16-er mit dem 0:2 (86.) auch den letzten Zweifel an einem Bornheimer Erfolg beseitigte.

„Heute haben wir vor allem in der 1.Halbzeit eine schwache Vorstellung abgeliefert und viel zu viel mit langen Bällen operiert“ zeigte sich Trainer Manfred Michel nur teilweise mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden. „Betrachtet man unsere spielerische Überlegenheit und sieht das Resultat, dann ist ein 2:0 eigentlich zu wenig. Wir haben auch diesmal das Spiel viel zu lange offen gehalten“ gab sich auch Abteilungsleiter Christoph Schaaff ebenfalls nur bedingt zufrieden.

Einen ganz anderen Spielverlauf erlebten die Zuschauer beim Auftritt von Bornheims „Zweiter“ in der Wetterau. Schnell war der gastgebende SVP Fauerbach, gegen eine schlecht sortierte Bornheimer Elf, durch Treffer von Angela Beckmann (12.), Leonie Maier (15.) und Elisabeth Krug (26.) auf 3:0 davongezogen. Noch vor dem Seitenwechsel ließ Bornheims Charlotte Bartl mit ihrem Anschlusstor (41.) aber bereits erste leichte Hoffnung aufkeimen. Abermals Bartl (48.), mit ihrem 7. Treffer binnen einer Woche sowie Sonja May (75.), die mit einer verunglückten Flanke direkt ins Fauerbacher Tor traf, sicherten am Ende doch noch einen glücklichen wenn auch nicht ganz unverdienten Zähler für die SG. „Wir haben in der 1.Halbzeit nicht gut gestanden“ räumte Trainerin Peggy Halusa ein, freute sich aber dennoch über das 4.Spiel ohne Niederlage in Folge und über die gezeigte Moral ihrer Mannschaft.

C.S.

Bornheim siegt beim Gipfeltreffen

Rauschender Fußball-Nachmittag für Bornheims Frauenteams. Mit einem 1:0-Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer MFFC Wiesbaden konnte die Verbandsliga-Elf bereits den fünften Sieg in Folge einfahren und ist damit als einziges Team seiner Spielklasse noch ohne Punktverlust. Dabei erwies sich wie schon in der Vorwoche Nicole „Jackson“ Gueye mit ihrem goldenen Tor kurz vor Schluss als Matchwinnerin. Gleich 5 Treffer –darunter einen lupenreinen Hattrick- hatte zuvor Charlotte Bartl beim 7:3 der „Zweiten“ gegen die FSG Usinger Land beigesteuert und damit ebenfalls maßgeblichen Anteil an einem aus Bornheimer Sicht überaus erfolgreichen Spieltag.

Im mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen zwischen der SG und dem Aufsteiger aus der hessischen Landeshauptstadt sahen die Zuschauer zunächst einen selbstbewussten Auftritt der Gastgeberinnen. Mit frühem und aggressivem Pressing sollte der Gegner zu Ballverlusten gezwungen werden um daraus nachfolgend eigene Torgelegenheiten zu erspielen. Die Gefährlichste aller Gelegenheiten resultierte allerdings aus einer Standardsituation. Nach einem Eckball (26.) von Canan Yikilmaz war Innenverteidigerin Christina Depta per Kopf zur Stelle, verfehlte aber das gegnerische Tor um Haaresbreite. Praktisch im Gegenzug war es Jessica Hess, die nach einem Freistoß -ebenfalls mit einem Kopfball- die Führung für den MFFC nur knapp verpasste.

Hatten die ersten 45 Minuten eher das Bornheimer Team im Vorteil gesehen, so bot sich im zweiten Durchgang ein umgekehrtes Bild. Wiesbaden agierte nun deutlich druckvoller und schnürte die SG phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Bornheims Defensive hatte zwischenzeitlich Schwerstarbeit zu verrichten und musste die eigenen Offensivbemühungen auf gelegentliche Konterangriffe beschränken. Einer dieser Gegenstöße (61.) hätte dennoch beinahe zum 1:0 geführt, jedoch konnte die alleine vor dem Wiesbadener Tor auftauchende Vera Klingebiel den Ball nicht im Kasten unterbringen. 

Knapp 70 Minuten waren gespielt, als der Bornheimer Verteidigungswall dann doch gebrochen schien. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite war es Jessica Hess die mit ihrem Abschluss nur die Unterkante der Latte traf. Trotz heftiger Proteste der Wiesbadenerinnen, die den Ball im Anschluss hinter der Linie gesehen haben wollten, entschied der Unparteiische René Filges (VfB Petterweil) aber auf Weiterspielen.

Den viel umjubelten Lucky-Punch auf der Gegenseite setzte schließlich Nicole „Jackson“ Gueye 3 Minuten vor dem Spielende. Nachdem sie auf der linken Seite zunächst mehrere Gegenspielerinnen ausgespielt hatte, gelang ihr mit einem sehenswerten Heber über Wiesbadens Keeperin Vanessa Ohler der gleichermaßen späte wie glückliche Siegtreffer für ihre Farben.

„In einem Spiel auf Augenhöhe hat heute die etwas glücklichere Mannschaft gewonnen. Ein Remis wäre sicherlich das gerechtere Resultat gewesen“ räumte der sportliche Leiter Christoph Schaaff nach Spielschluss unumwunden ein. „Wir waren auf ein intensives Spiel gegen einen starken Gegner eingerichtet, das für uns auch so etwas wie eine Standortbestimmung werden sollte. Wir haben aber auch gesehen, dass noch Einiges an Arbeit vor uns liegt“ so Schaaff weiter. 

Ein wahres Torfestival hatten die Zuschauer zuvor beim Auftritt der Gruppenliga-Elf gegen die FSG Usinger Land erlebt. Mit 5 Treffern avancierte Bornheims Torjägerin Charlotte Bartl dabei zur Spielerin des Tages und besiegte die FSG quasi im Alleingang. Nach der 3:0-Pausenführung durch Lena Engelhardt (01.), Ana Löw Gil (21./FS) und Charlotte Bartl (37.), hatte Bartl mit einem weiteren Treffer (54.) bereits nachgelegt bevor sich ihr Team -von der bisherigen Torflut offensichtlich gesättigt- wohl etwas zu früh zurücklehnte. Den zwischenzeitlichen Dämmerschlaf nutzend, kam die FSG binnen 15 Minuten durch Treffer von Gönulkirmaz (59.), Heyer (70.) und Scheuch (74.) auf 4:3 heran und war kurz davor das Spiel komplett zu drehen. Der an diesem Tag in Galaform aufspielenden Charlotte Bartl war es vorbehalten mit dem 5:3 (81.) wieder die nötige Ruhe in das Bornheimer Spiel einkehren zu lassen, bevor sie mit 2 weiteren Treffern (87./90.) ihren Hattrick und damit den Bornheimer Sieg endgültig perfekt machte.

„Das war zwischenzeitlich nichts für schwache Nerven“ zeigte sich Trainerin Peggy Halusa nach dem Spiel sichtlich erleichtert. „So schön der klare Sieg und die 7 Tore auch sind, umso ärgerlicher ist die Tatsache, dass wir ihn ohne Not fast noch aus den Händen gegeben hätten“ war Halusa aber verständlicherweise nicht uneingeschränkt mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden.

 

 

C.S.

Wer hat eigentlich behauptet, dass Fußball immer schön sein muss...

Harter Job für Bornheims Erste: Im Auswärtsspiel bei der FFG Winterkasten/Reichenbach musste die Elf von Trainer Manfred Michel hohen Aufwand betreiben um am Ende von 90 umkämpften Minuten mit einem knappen aber nicht unverdienten 0:1 den Platz als Siegerinnen zu verlassen. Auch das Gruppenliga-Team konnte einen Teilerfolg erzielen und brachte Dank eines 0:0 bei der SpVgg. Bad Nauheim zumindest einen Zähler mit nach Bornheim.

Nach 3 Siegen zum Saisonauftakt war Bornheim I mit dem Anspruch nach Winterkasten gereist, auch dort die nächsten Punkte einzufahren. Dennoch war man sich bereits im Vorfeld der Schwere der Aufgabe bewusst und lies sich dabei auch nicht von der Tatsache beeindrucken, dass der Gegner im bisherigen Saisonverlauf noch ohne Punktgewinn geblieben war. Für die Partie auf dem schwer zu bespielenden Platz hatte Trainer Michel die Taktik ausgegeben, vor allem in der Defensive schnörkellos und konsequent zu agieren, was sich auch als richtig erweisen sollte. Bornheim hatte zwar optisch mehr vom Spiel, sah sich jedoch immer wieder den gefährlich vorgetragenen Konterangriffen der Odenwälderinnen ausgesetzt. Auch der Führungstreffer zum 0:1 (36.) durch den mittlerweile dritten Saisontreffer von Nicole „Jackson“ Gueye brachte nicht wirklich Ruhe in das Bornheimer Spiel.

Nach der Pause sahen die wenigen Zuschauer ein weiterhin unverändertes Bild. Da Einsatz und Kampf nach wie vor die gefragtesten Tugenden blieben, sollte sich der Freund des gepflegten Kurzpass-Spiels an diesem Nachmittag wohl eher fehl am Platz fühlen. Während Bornheim halbwegs um ein ansehnliches Spiel bemüht war, blieb die FFG Winterkasten aber bei ihren Kontern stets gefährlich. Auch wenn das Bornheimer Chancenplus nicht zu einer weiteren Resultatsverbesserung führte, so konnte doch zumindest der knappe Vorsprung mit großem Willen und jeder Menge Leidenschaft über die Ziellinie gerettet werden. Zwar hatte Torschützin Gueye kurz vor Schluss noch die Riesenchance zum 0:2, scheiterte aber freistehend an Torhüterin Simone Eckel.

„Heute ging es nicht darum einen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern das Spiel. Fußball muss schließlich nicht immer schön aussehen“, zeigte sich Manfred Michel nach dem Schlusspfiff zufrieden mit dem Ergebnis. „Allerdings haben wir heute unglaublich viel investieren müssen, um zum Erfolg zu kommen“, so Michel weiter. Auch Abteilungsleiter Christoph Schaaff schloss sich diesem Fazit an und ergänzte: „Auf diesem Platz und gegen diesen Gegner werden sicher auch noch andere Mannschaften Schwierigkeiten haben“.

„Das Wichtigste ist, dass wir alle wieder gesund zurück gekommen sind“ fasste Spielertrainerin Alex Galle den Auftritt von Bornheims Zweiter in Bad Nauheim zusammen und kritisierte dabei die körperbetonte Gangart der Gastgeberinnen. Bornheim ließ sich vom harten Einsteigen der Kurstädterinnen aber nicht beeindrucken und konnte einen weiteren Zähler auf dem eigenen Konto verbuchen. Zuvor hatte die SG insbesondere in Halbzeit eins bei Standardsituationen einige gute Gelegenheiten, während die Gastgeberinnen den zweiten Durchgang -nicht zuletzt ob eines Pfostentreffers kurz vor Schluss- zumindest optisch für sich verbuchen konnten.

C.S.


Bornheim wahrt die weiße Weste

Auch nach dem 3.Spieltag befindet sich das Bornheimer Verbandsliga-Team weiter auf dem Vormarsch und konnte sich beim 5:1-Erfolg gegen die SKG Ober-Beerbach weiterhin eine weiße Weste bewahren. Ebenfalls einen erfolgreichen Samstag erlebte Bornheims 2.Mannschaft und fuhr beim 2:1 gegen den 1.FC Mittelbuchen II endlich die ersten Punkte der neuen Saison ein.

In einer hart umkämpften und engen Partie konnte Bornheim II im strömenden Regen bereits früh durch Charlotte Bartl mit 1:0 (3.) in Führung gehen und ließ sich auch von der zwischenzeitlichen 10-minütigen Unterbrechung wegen eines Gewitters nicht aus dem Takt bringen. Im weiteren Spielverlauf neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, bevor Krassimira Stoyanova nach gut einer Stunde zum 1:1 (61.) ausgleichen konnte. In einer nun auf der Kippe stehenden Partie war es ein Distanzschuss von Ana Loew Gil (76.) der die Entscheidung zu Gunsten der Bornheimerinnen herbeiführte.

„Heute haben wir uns endlich einmal für unseren Aufwand belohnen können und haben sicherlich nicht unverdient gewonnen“ zeigte sich Trainerin Peggy Halusa nach dem Schlusspfiff sichtlich erleichtert.

Deutlich einseitiger verlief hingegen der Auftritt von Bornheims „Erster“ gegen die SKG Ober-Beerbach. Nach dem frühen Doppelschlag (1./5.) durch Nicole „Jackson“ Gueye und weiteren Treffern durch Nicole Stilger (42.) sowie einem Eigentor (44.) war das Match bereits zur Pause entschieden. Bornheim dominierte dabei trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle das Geschehen in den ersten 45 Minuten nach Belieben und ließ dem Gegner kaum Luft zum Atmen.

Gegen eine im 2.Durchgang ausschließlich auf Schadensbegrenzung bedachten Gäste-Elf, tat sich Bornheim in der Folge deutlich schwerer, ließ allerdings angesichts der deutlichen Führung die Zügel auch erheblich schleifen. So reichte es nur noch zu einem weiteren Treffer durch Sandra Ott (59.) die zunächst auf 5:0 erhöhen konnte. Der Ehrentreffer für die SKG (84.) durfte schlussendlich unter der Rubrik „Geschenke für den Gegner“ verbucht werden. Nach einem langen Ball hatte Bornheims Abwehr-Chefin Esma Gado den Ball bereits unter Kontrolle, rutschte jedoch auf dem nassen Untergrund aus. Ober-Beerbachs Kim Romanowski nahm das Geschenk dankend an und konnte mit ihrem platzierten Schuss unter die Querlatte das Ergebnis aus Sicht ihrer Mannschaft wenigstens ein bisschen freundlicher gestalten.

„Heute haben wir in den ersten 45 Minuten endlich einmal die notwendige Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor gezeigt“ freute sich Trainer Manfred Michel über den Kantersieg. „Wenn es uns in Zukunft gelingt, dieses Niveau über 90 Minuten auf den Platz zu bringen, zählen wir mit Sicherheit zum engeren Favoritenkreis der Verbandsliga“, so Michel weiter.

C.S.

 

Viele Chancen wenig Tore

Auch im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison konnten Bornheims Fußballfrauen dreifach punkten. Allerdings genügte eine höchst durchschnittliche Leistung, um beim aktuellen Tabellenschlusslicht FCA Darmstadt einen zu keiner Zeit gefährdeten 3:0-Erfolg einzufahren.

Bornheim bestimmte das Spielgeschehen vom Anstoß weg und hatte über die gesamten 90 Minuten nur wenig Mühe Spiel und Gegner zu kontrollieren. Während man in der Vorwoche beim Saisonauftakt gegen die SG Ueberau aber zumindest in den ersten 45 Minuten noch spielerisch vollauf zu überzeugen wusste, war diesmal eher fußballerische Magerkost angesagt. Trotz eines deutlichen Übergewichtes in Sachen Ballbesitz tat sich das Team von Trainer Manfred Michel außerordentlich schwer, dieses auch in klare Torgelegenheiten zu verwandeln. Oft zu umständlich und mit dem ein oder anderen Querpass zuviel agierend, mühte sich Bornheim bis zur 26.Minute durch die Partie, bevor Sandra Ott mit ihrem 1:0 den Führungstreffer markieren konnte. Nach einem Freistoß von Nicole „Jackson“ Gueye war zunächst Christina Depta an Darmstadts bester Akteurin, Keeperin Ariane Denzel gescheitert, bevor Ott per Nachschuss zur Stelle war. Darmstadt fand hingegen kaum einmal den Weg über die Mittellinie und versuchte sein Heil mit langen, aber erfolglosen Bällen in die Spitze.

Auch nach der Pause blieben spielerische Highlights eher Mangelware, auch wenn die Qualität der Bornheimer Torgelegenheiten nun langsam zunahm. Das 2:0 (64.) von Canan Yikilmaz sorgte nach gut einer Stunde schließlich für die mehr als überfällige Vorentscheidung und schien auf die Gäste-Elf ein wenig befreiend zu wirken. Hatte die wohl unterschwellig in den Köpfen vorhandene Angst vor einem überraschenden Ausgleich bisher ein wenig wie ein Hemmschuh gewirkt, so agierte Bornheim in der Folge etwas mutiger nach vorne und drängte vehement auf eine Resultatsverbesserung. Das 3:0 (86.) durch Christina Depta, die eine Freistoßflanke von Sonnur Kiricioglu verwandeln konnte, sollte aber trotz zahlreicher guter Möglichkeiten der einzig weitere Treffer an diesem Nachmittag bleiben.

„Gemessen an unserer Feldüberlegenheit, haben wir den Gegner heute viel zu lange im Spiel gehalten“ äußerte sich Abteilungsleiter Christoph Schaaff nicht wirklich zufrieden. „Es war bezeichnend, dass zwei unserer drei Treffer aus Standardsituationen entstanden sind. Wenn wir dauerhaft oben mitspielen wollen, müssen wir uns vor dem gegnerischen Tor deutlich steigern und effizienter werden“ so Schaaff weiter.

C.S.

Bornheim überzeugt zum Saisonauftakt

Auftakt nach Maß für Bornheims Verbandsliga-Team: Fast auf den Tag genau 3 Monate nach dem Abstieg aus der Hessenliga zeigte sich Bornheims Erste bestens erholt und konnte zur Saisoneröffnung beim 3:1-Heimerfolg gegen die SG Ueberau den ersten Dreier einfahren. Weniger erfolgreich präsentierte sich hingegen Bornheims Zweite und musste nach der 1:4-Niederlage beim 1.FFC Frankfurt IV in der Vorwoche auch bei der Heimpremiere gegen die SG Wiking Offenbach im 1:3 den Kürzeren ziehen.

Insbesondere in der 1.Halbzeit wusste Bornheim I spielerisch vollauf zu überzeugen und erspielte sich mit erfrischendem Offensivfußball zahlreiche gute Torgelegenheiten. Zu bemängeln war im ersten Durchgang einzig die altbekannte Schwäche bei der Chancenverwertung. Sowohl Nicole „Jackson“ Gueye als auch Canan Yikilmaz und Sandra Ott scheiterten jeweils mit guten Gelegenheiten um frühzeitig die Weichen auf Sieg zu stellen. So sollte es bis zur 40.Minute dauern, bis Jenny Zitnik nach überlegter Vorarbeit von Yikilmaz zur Stelle war und zur hochverdienten 1:0-Pausenführung einschießen konnte.

Wie schon so oft in der vergangenen Spielzeit offenbarte Bornheim ein Defizit bei der Verteidigung von Standardsituationen. Folgerichtig war es somit ein Eckball, der den Gästen aus Ueberau zum etwas überraschenden Ausgleich (57.) verhalf und für eine Neuverteilung der Karten sorgte. War Bornheim bis zu diesem Zeitpunkt die deutlich spielbestimmende Mannschaft, so übernahm in der Folge die Gäste-Elf mehr und mehr das Heft des Handelns und agierte deutlich druckvoller als in Halbzeit eins. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Bornheim durch ein 30-Meter-Treffer der Marke „Tor des Monats“ (59.) von Vera Klingebiel postwendend abermals in Führung gegangen war. Dennoch wollte sich die spielerische Souveränität der ersten 45 nicht wieder einstellen. Die mittlerweile langsam schwindenden Kräfte trugen ihr Übriges dazu bei, dass die SG sich vermehrt auf die Sicherung des eigenen Tores beschränkte und auf gelegentliche Konter setzte. Schließlich war es Canan Yikilmaz vorbehalten, in der 85.Minute einen dieser Konter zum 3:1 abzuschließen und damit den verdienten aber hart erkämpften Sieg endgültig sicherzustellen.

„Durch unsere Fahrlässigkeit bei der Chancenverwertung haben wir uns das Leben heute unnötig schwer gemacht und mussten in der 2.Halbzeit mehr investieren als nötig gewesen wäre“ lautete das Fazit von Abteilungsleiter Christoph Schaaff und Trainer Manfred Michel ergänzte: „In den ersten 45 Minuten war ich mit der spielerischen Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Insgesamt gibt es aber noch viel Luft nach oben.“

Letzteres gilt wohl auch für Bornheims Zweite, die nach dem 2.Spieltag weiterhin ohne Zähler ist. Auch hier war es eine mehr als mangelhafte Chancenverwertung, die die Elf von Trainerin Peggy Halusa im Match gegen die „Wikingerinnen“ aus Offenbach um die Früchte ihrer Arbeit brachte. Lediglich Spielführerin Alex Galle war vom Elfmeterpunkt (21.) erfolgreich und konnte die frühe Offenbacher Führung durch Marlen Schuffert (8.) zunächst egalisieren. Jasmin Reuswig (32.) sowie abermals Schuffert (78.) sorgten aber schließlich doch für eine neuerlich Bornheimer Pleite. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Peggy Halusa nach Spielende: „Wir haben viel investiert, aber auf Grund unserer Offensivschwächen wieder nichts Zählbares dabei herausgeholt.“

C.S.