Harter Kampf auf roter Asche

Im ersten von 2 Nachholspielen in der Verbandsliga Süd, kam die SG Bornheim zu einem hochverdienten aber schwer erarbeitetem Sieg beim VfR 07 Limburg. Gegen den zweimaligen Hessenmeister konnten sich Nicole „Jackson“ Gueye und Sandra Ott in die Torschützenliste eintragen und sicherten ihrem Team damit den 10.Sieg in Folge. Auch Bornheim II konnte nach zuletzt zwei sieglosen Partien wieder 3-fach punkten und besiegte vor heimischer Kulisse den FFV Oberursel mit 2:1.

In einer überwiegend von kämpferischen Elementen geprägten Partie, hatte Bornheim auf dem Hartplatz in Limburg zunächst Probleme, sich auf die Spielweise der Gastgeberinnen einzustellen. Der Ausfall der fast kompletten Stammformation in der Abwehr, ein früh attackierender Gegner sowie das ungewohnte Geläuf ließen lange Zeit die spielerischen Qualitäten der SG nicht zur Entfaltung kommen. Darüber konnte auch das nicht zu übersehende Plus für Bornheim in Sachen Spielanteile nicht hinwegtäuschen. So blieben klare Torchancen zunächst Mangelware. Lediglich ein Lattentreffer per Kopf durch  Caroline Girard (18.) sowie ein Schuss von Nicole Gueye (32.) lieferten erste Beweise für Bornheimer Offensivbemühungen. Statt dessen hatte Limburg in Person von Larissa Warkert kurz vor der Pause (40.) die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber nur knapp.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Limburg stemmte sich mit aufopferungsvollen Kampf gegen den nun langsam zunehmenden Bornheimer Druck, hatte in der 62. Minute aber auch das notwendige Glück, als Canan Yikilmaz alleine auf das gegnerische Tor zulief, das 1:0 jedoch  verpasste. 8 Minuten später war aber doch soweit. Von Yikilmaz mustergültig freigespielt, erzielte die auf der linken Seite durchgebrochene Gueye mit einem strammen Schuss in die lange Ecke das verdiente 0:1 für ihre Farben. Kurz vor Schluss markierte Sandra Ott gegen nun alles nach vorne werfende Limburgerinnen mit dem 0:2 (81.) schließlich die endgültige Entscheidung.

Leider erwiesen sich nicht alle Limburgerinnen als gute Verliererinnen, als sich eine gegnerische Akteurin nach Spielschluss und in Abwesenheit des Schiedsrichters zu einer Tätlichkeit gegen Yikilmaz hinreisen ließ. Die sich anschließend abspielenden tumultartigen Szenen inklusive Rudelbildung und Handgemenge konnten aber zum Glück ohne weitere negativen Folgen für alle Beteiligten beendet werden.

„Das war wieder einmal ein schweres Stück Arbeit für uns. Wir haben den Fight angenommen und super dagegengehalten. Das ist uns in der letzten Saison gegen solche Gegner leider nicht immer gelungen“ urteilte der Sportliche Leiter Christoph Schaaff und fügte hinzu: „Jetzt sind wir für das Spiel gegen Neu Isenburg gut gerüstet und wollen alles daransetzen, auch das letzte Match des Jahres mit einem Sieg zu beenden“.

Wieder einmal war es Charlotte Bartl, die mit ihren beiden Treffern (38./68.) maßgeblichen Anteil am 2:1-Erfolg von Bornheims Zweiter gegen den FFV Oberursel hatte. Auch wenn sich die SG gegenüber den Spielen zuvor in der Defensive diesmal deutlich verbessert zeigte, gingen die Gäste aus dem Taunus zunächst durch Sabrina Berger (24.) mit 0:1 in Führung. Noch vor der Pause konnte Bartl zum 1:1 egalisieren, bevor sie in der 68.Minute mit ihrem Saisontreffer Nr.18 zum 2:1 den verdienten Siegtreffer erzielen konnte.

„Lieber einen schmucklosen 2:1-Sieg als ein spektakuläres 4:4-Unentschieden“ so die sachliche Analyse von Spielertrainerin Alex Galle. „Wichtig war, dass wir heute endlich wieder einmal besser verteidigt haben und uns nicht wieder durch eigene Fehler um den Lohn unserer Arbeit gebracht haben“ so Galle weiter.

C.S.