Ueberau beendet die "Münchner Verhältnisse"

Der Bornheimer Siegeszug im Stile des FC Bayern München ist vorerst gestoppt. Nach 12 Siegen in Folge musste sich die SG im Auswärtsmatch bei der SG Ueberau mit einem 1:1 begnügen und blieb damit erstmals in dieser Saison ohne Sieg. Auch das Gruppenliga-Team hatte bei der SG Wiking Offenbach nur wenig zu bestellen und musste mit einer deutliche 0:4-Niederlage die Heimreise antreten.

Eine mangelhafte Chancenverwertung in der ersten Halbzeit sowie ein deutlich spürbarer Substanzverlust in der zweiten Halbzeit waren die Ursache für das Ausbleiben eines weiteren Erfolgs. Die angespannte Personalsituation hatte es erforderlich gemacht, dass einige Bornheimer Akteurinnen krank bzw. angeschlagen in die Partie gehen mussten um überhaupt an den Start gehen zu können. Dennoch knüpfte Bornheim in den ersten 45 Minuten nahtlos an die bisher gezeigten Leistungen an und zeigte trotz der schwierigen Platzverhältnisse eine ansehnliche spielerische Leistung. Was fehlte, waren jedoch die Tore die die Bornheimer Überlegenheit zum Ausdruck hätten bringen können. Bereits früh (05.) scheiterte Nicole "Jackson" Gueye mit einem fulminanten Schuss an Ueberaus Keeperin Ann-Katrin Burger, die den Ball gerade noch zur Ecke lenken konnte. Im weiteren Verlauf scheiterten sowohl Canan Yikilmaz (38./44.) sowie Jenny Zitnik (41.) jeweils freistehend und verpassten somit eine deutliche Führung zur Pause.

Ein Eigentor der Gastgeberinnen kurz nach Wideranpfiff (56.) verhalf der SG schließlich dennoch zur 1:0-Führung. In Gedanken wohl noch beim Bejubeln der Führung, ließ sich Bornheim etwas zu leicht übertölpeln und kassierte im direkten Gegenzug das überraschende 1:1 (57.) durch Lea Puntheller. In der Folge entwickelte sich eine zunehmend offene Partie, in der die Bornheimer Souveränität der ersten Halbzeit, nicht zuletzt auch den mehr und mehr nachlassenden Kräften geschuldet, zunehmend schwand. Weitere Bornheimer Gelegenheiten um das Spiel dennoch siegreich zu gestalten blieben aus, so dass sich der Tabellenführer diesmal mit einem Zähler begnügen musste.

"Das es uns irgendwann auch einmal erwischt, war zu erwarten. In Anbetracht unserer derzeitigen personellen Sorgen müssen und können wir mit der Punkteteilung aber leben " urteilte der Sportliche Leiter Christoph Schaaff nach Spielschluss."Allerdings haben wir in der 1.Halbzeit auf Grund unserer Nachlässigkeiten im Abschluss sicherlich einen möglichen Sieg verschenkt", so Schaaff weiter.

Weniger erfolgreich präsentierte sich Bornheims Zweite gegen Wiking Offenbach. Ebenfalls mit dem letzten Aufgebot angetreten, musste sich die SG auf der anderen Mainseite mit 0:4 geschlagen geben und verlor auch das zweite Rückrundenmatch. Schon vor der Pause hatten die Gastgeberinnen durch Treffer von Nadine Börner (03.), Marlene Schuffert  (20.) und Victoria Brehm (23.) für klare Verhältnisse gesorgt und waren auf 3:0 davongezogen. Zwar war Bornheim nach dem Seitenwechsel besser im Spiel, ohne aber Entscheidendes bewirken zu können. Bereits unmittelbar nach dem Seitenwechsel hatte Wiking abermals durch Schuffert (47.) auf 4:0 erhöht und durfte am Ende den Platz als verdienter Sieger verlassen. "Das heutige Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren" so das nüchterne Fazit von Spielertrainerin Alex Galle. "Jetzt müssen wir die bevorstehende Spielpause nutzen um uns neu zu sortieren" richtete Galle gleichzeitig den Blick nach vorne.

CS