Meistersekt mit Wermutstropfen

  • _d4s6934
Auch im letzten Heimspiel der Saison ließ das Bornheimer Verbandsliga-Team beim 2:0 über den FFC Runkel nichts anbrennen und bleibt damit in dieser Spielzeit vor eigenem Publikum ohne jeden Punktverlust. Lediglich der Platzverweis für Sonnur Kiricioglu (38.) nach einer vermeintlichen Notbremse trübte die meisterliche Stimmung an diesem Tag ein wenig, verhinderte aber nicht die obligatorischen Bier- und Sektduschen nach Spielschluss. Weniger erfreulich verlief der Spieltag für das Gruppenliga-Team, das sich auf dem heimischen Kunstrasen Alemannia Niedermittlau mit 1:4 geschlagen geben musste.

Angetreten mit dem klaren Ziel, auch nach dem letzten Auftritt auf eigenem Platz noch eine makellose Heimbilanz aufweisen zu können, tat sich Bornheim in den ersten 45 Minuten jedoch außerordentlich schwer. Zwar ließ man dem Gegner nur wenig Raum zur Entfaltung, konnte aber auf der anderen Seite nur selten entscheidende Akzente setzten. Die besten Gelegenheiten boten sich Jenny Zitnik und Canan Yikilmaz, die aber eine mögliche Führung für ihr Team vergaben. Zudem zeigte sich FFC-Keeperin Sarah Lotz glänzend aufgelegt und verhinderte mit einigen guten Paraden einen Bornheimer Treffer. Einer der wenigen Konter der Gäste führte schließlich zum Platzverweis für Sonnur Kiricioglu. Den Zweikampf mit ihrer Gegenspielerin wertete der Unparteiische Max Schradin (Oberursel) als Notbremse und beendete den Arbeitstag für Kiricioglu somit vorzeitig.

Bornheim wäre jedoch nicht Bornheim, würde man sich von solchen Dingen aus dem Konzept bringen lassen. Ungeachtet der numerischen Unterlegenheit suchte die SG weiter den Weg nach vorne und wurde nach 63 Minuten mit dem 0:1 durch Jenny Zitnik belohnt. Nach einer mustergültigen Flanke von Sandra Ott war Zitnik per Kopf zur Stelle und brachte ihr Team in Front. Nunmehr mit der Führung im Rücken, spielten die Gastgeberinnen den eigenen Part souverän herunter, konnten aber vorerst nicht entscheidend nachlegen. Erst die kurz zuvor eingewechselte Lisa Faldetta markierte in der Schlussminute mit ihrem überlegten Abschluss den 2:0-Endstand.

So fanden schließlich die Feierlichkeiten, die mit der durch Klassenleiter Mirko Tinz bereits vor dem Spiel vorgenommenen Meisterehrung begonnen hatten, auch nach Spielschluss ihre Fortsetzung. Waren dabei die reichlich vorhandenen alkoholischen Getränke zunächst noch zur äußerlichen Anwendung gekommen, so wurden sie im weiteren Verlauf des Abends zunehmend ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt.

"Wir freuen uns, dass wir heute die Gelegenheit hatten unsere Meisterschaft auch noch einmal mit einem Sieg auf dem eigenen Platz feiern zu können" äußerte sich Abteilungsleiter Christoph Schaaff nach Spielende zufrieden. "Es ist einfach unglaublich, wie wir auch im vorletzten Spiel trotz feststehender Meisterschaft und in Unterzahl immer noch gierig auf den Sieg waren. Dieser unbändige Wille war über die gesamte Rückrunde hinweg ein wesentlicher Faktor für unseren Erfolg" so Schaaff weiter.

CS