Bornheim schrammt nur knapp an einer Pokal-Blamage vorbei

„Das einzig positive am heutigen Spiel war, das wir es gewonnen haben“ lautete das Fazit einer sichtlich genervten Bornheimer Kapitänin Vera Klingebiel während Trainer Manfred Michel die Vorstellung seines Teams nicht weiter kommentieren wollte. Zuvor hatte sich der große Favorit Bornheim im Viertelfinale des Regionalpokals über die volle Distanz von 120 Minuten zu einem mühsamen 2:3-Erfolg gegen die klassentiefere SG Haitz/Langenselbold quälen müssen und blieb dabei nahezu alles schuldig.

Wie schon in der ersten Halbzeit des vorangegangenen Ligaspiels in Anraff, präsentierte sich der Hessenligist unkonzentriert und legte abermals eine exorbitante Fehlerquote an den Tag. Das es dennoch auf Grund eines einigermaßen strukturierten Aufbauspiels zu einer 0:1-Pausenführung (32.) durch Neuzugang Elen Lundin reichte, schien die Bornheim Nachlässigkeit aber eher noch zusätzlich zu befeuern.

So war es nicht weiter verwunderlich, dass ein aufopferungsvoll kämpfender Gegner die Partie nach der Pause durch Treffer von Johanna Klauser (58./FE) und Charlotte Henss (60.) innerhalb von 2 Minuten drehen, und seinerseits mit 2:1 in Führung gehen konnte. Die leider nur kurzfristig aufkeimende Leidenschaft im Bornheimer Spiel wurde zumindest mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2 (70.) durch Nicole „Jackson“ Gueye belohnt und rettete Bornheim in die Verlängerung.

Bezeichnenderweise bedurfte es einer Standardsituation um das Match schließlich zu einem aus Bornheimer Sicht doch noch guten Ende zu führen. 107 Minuten waren gespielt, als abermals Gueye mit einem über die Mauer gezirkelten Freistoß in den Winkel den Siegtreffer zum 2:3 markieren konnte und ihrem Team damit den Einzug in das Halbfinale sicherte.

„Was wir heute gezeigt haben, war hart an der Grenze zur Blamage“ konnte sich auch Abteilungsleiter Christoph Schaaff nicht wirklich über den Sieg freuen. „Hätten wir hier bereits im Viertelfinale die Segel streichen müssen, hätten wir uns nicht beschweren dürfen. Unsere Leistung war eines Hessenligisten jedenfalls nicht würdig“, fand Schaaff klare Worte.

CS