Bornheim zahlt erneut Lehrgeld

Misslungener Spieltag für den Bornheimer Frauenfußball. Beide Mannschaften mussten sich ihren jeweiligen Gegnern geschlagen geben und blieben ohne Punktgewinn. Während das Hessenligateam nach einer 1:4-Pleite im nordhessischen Zierenberg die Segel streichen musste, unterlag das Gruppenligateam auf eigenem Platz der Alemannia aus Niedermittlau höchst unglücklich mit 1:2.

Die Partie beim TSVZierenberg war noch keine 10 Minuten alt, als sich Bornheim bereits mit 0:1 im Hintertreffen sah. Nach einem von Keeperin Kaya Rütters an die Querlatte gelenkten Freistoß von Simone Thöne, war Zierenbergs Larissa Hägele zur Stelle um zum Führungstreffer für ihr Team abzustauben. Bornheim zeigte sich jedoch keineswegs beeindruckt sondern suchte auch in der Folge immer wieder den Weg zum gegnerischen Tor. Was fehlte, war die letzte Entschlossenheit sowie das nötige Schussglück. Zwar boten sich sowohl Nicole „Jackson“Gueye, deren Schuss von einer Zierenberger Verteidigerin gerade noch von der Linie gekratzt werden konnte, als auch Canan Yikilmaz gute Einschussmöglichkeiten, die aber ungenutzt blieben.

Fast wäre der SG unmittelbar nach Wiederanpfiff der verdiente Ausgleich gelungen, doch Yikilmaz traf mit ihrem Kopfball (46.) nur die Latte des Zierenberger Tors. Auf der Gegenseite machte es Katharina Zech nur 3 Minuten später besser, als sie einen Bornheimer Defensivfehler zum 2:0 (49.) nutzen, und den Ball über die zu weit vor ihrem Tor postierte Kaya Rütters ins Tor lupfen konnte. Als Gueye mit einem ihrer gefürchteten Freistöße aus 35 Metern den Anschlusstreffer zum 2:1 (63.) markieren konnte, schien die Gäste-Elf doch noch den Weg zurück ins Spiel finden zu können. Schließlich war man bislang keinesfalls schlechter als der Gegner gewesen. Allerdings währte die aufkeimende Hoffnung nur kurz, denn  Zierenbergs Coach Stefan Rusche bewies mit der Einwechslung von Adina Rogler ein glückliches Händchen. Nur wenige Sekunden auf dem Feld, erzielte Rogler mit ihrem ersten Ballkontakt den Treffer zum 3:1 (70.) die Vorentscheidung und raubte Bornheim damit die letzte Hoffnung auf zumindest einen Zähler. Zwar steckte die SG auch in den verbleibenden 20 Minuten keinesfalls auf, musste aber trotzdem in der Nachspielzeit sogar noch das bittere 4:1 (90.+1) durch Zech hinnehmen.

Trainer Manfred Michel zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage aber optimistisch: „ Nach wie vor ist unsere Fehlerquote einfach zu hoch. Wir waren heute mit Sicherheit nicht das schlechtere Team, haben aber trotzdem 4:1 verloren. Das ist dann natürlich bitter. Wenn wir unsere Fehler abstellen und unsere Chancen konsequenter nutzen, werden sich mit Sicherheit auch die nötigen Erfolgserlebnisse einstellen“, so Michel und auch Abteilungsleiter Christoph Schaaff schlug ähnliche Töne an: „Wir haben die ersten 3 Spiele in der Hessenliga hinter uns und waren in allen Spielen unabhängig vom Ergebnis immer gleichwertig. Leider haben wir das nur gegen Anraff in ein positives Resultat umsetzen können. Wichtig ist aber, dass wir jedesmal den Nachweis der Hessenligatauglichkeit erbracht haben, auch wenn wir im Moment noch ein wenig Lehrgeld zahlen“, pflichtet Schaaff seinem Coach bei.

Ähnlich bitter verlief der Spieltag für die Elf von Trainer Denis Schaffhauser. Trotz einer 1:0-Führung (05.) durch Laura Arends musste sich seine Mannschaft dem Team von Alemannia Niedermittlau mit 1:2 geschlagen geben und bleibt damit auch nach dem zweiten Spiel noch ohne Punktgewinn. Den Führungstreffer von Arends konnte Lena Fuchs nur wenig später (16.) ausgleichen. 10 Minuten nach der Pause erzielte die Alemannia durch einen direkt verwandelten Freistoß von Jenny Hoffmann (55.) in den Torwinkel den entscheidenden Treffer und kam so zu einem mehr als schmeichelhaften „Dreier“. „Wir haben uns in den 90 Minuten eine Fülle von Tormöglichkeiten erarbeitet, sie aber allesamt ungenutzt gelassen“ war Trainer Schaffhauser nach dem Spiel auch dementsprechend enttäuscht. „Heute haben wir einen sicheren Sieg definitiv verschenkt und müssen uns die Niederlage selbst zuschreiben“, so Schaffhauser weiter.

CS