Bornheimer Glücksgefühle

Nach bereits 4 Auswärtserfolgen in dieser Saison, konnten Bornheims Hessenligafußballerinnen auch beim FFC Frankfurt alle drei Punkte entführen, benötigten dabei allerdings eine gehörige Portion Glück. Seinen ersten Saisonsieg durfte unter der Woche auch das Gruppenligateam feiern, das in einem Nachholspiel die SG Oberau/Düdelsheim mit 3:1 bezwingen konnte.

In einer ereignisreichen Partie am Frankfurter Brentano-Bad konnte eine abermals ersatzgeschwächte Bornheimer Elf bereits früh mit 0:1 (08.) in Führung gehen. Nachdem Lena Döll zunächst nur die Querlatte des FFC-Tores getroffen hatte, war Sandra Ott per Nachschuss zur Stelle. Trotz des Rückstandes zeigten sich die Gastgeberinnen aber keineswegs beeindruckt, sondern übernahmen das Heft des Handelns und stellten mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen die Bornheimer Abwehr immer wieder vor große Probleme. Einmal rettete nach einem Schuss von Larissa Galvez Estrada der Pfosten (21.) und nur wenig später bewahrte Bornheims Keeperin Kaya Rütters bei einem Schuss (26.) von Kim Olafsson ihr Team vor einem Gegentreffer. Statt des eigentlich verdienten Ausgleichtreffers war es auf der Gegenseite abermals Sandra Ott, die nach einer präzisen Flanke von Nicole "Jackson" Gueye per Direktabnahme das 0:2 (29.) erzielen konnte.

Hatte man sich auf Bornheimer Seite eigentlich vorgenommen, die im Verlauf der ersten Halbzeit vor allem im Mittelfeld zahlreich offenbarten Freiräume für den Gegner zu schließen, so sollte dies in Halbzeit zwei jedoch nicht wirklich gelingen. Auch nach der Pause präsentierte sich der FFC als das spielstärkere Team und profitierte weiterhin von der fehlenden Entschlossenheit einer viel zu passiv agierenden Bornheimer Elf. Noch zweimal standen das Können von Torhüterin Rütters und das Glück Pate, als Damla Bulut zunächst an Bornheims Schlussfrau scheiterte (49.) und nur 4 Minuten später das Aluminium traf. Das bis dato anhaltende Bornheimer Glück schien dann allerdings endgültig aufgebraucht, als der FFC binnen 10 Minuten zum mehr als verdienten Ausgleich kommen sollte. Einem zunächst von Caroline Krawczyk direkt verwandelten Freistoß zum 1:1 (82.), ließ Kim Olafsson kurz darauf das 2:2 (71.) folgen und schien dem Spiel damit eine Wendung zu geben. Fast wäre das Spiel auch tatsächlich gekippt, doch erneut war es die an diesem Tag beste Bornheimer Spielerin Kaya Rütters, die nach einem Kopfball der sträflich freistehenden Sabrina Khamkhami (81.) mit einer Glanzparade das 3:2 verhindern konnte. Statt dessen war es auf der Gegenseite Bornheims Torjägerin Canan Yikilmaz, die sich 7 Minuten vor Spielschluss im Strafraum des FFC entscheidend durchsetzen konnte und mit dem 2:3 (83.) den mehr als glücklichen Schlusspunkt für ihr Team setzte.

Trainer Manfred Michel: "Das war ein zugegebenermaßen sehr glücklicher Sieg für uns. Wir haben es heute zu keiner Zeit des Spiels verstanden, die Räume im Mittelfeld zu schließen und haben dem FFC viel zu viel Platz gelassen. Einzig die Abschlussschwäche des Gegners und eine gehörige Portion Glück haben uns als Sieger vom Platz gehen lassen."

Abteilungsleiter Christoph Schaaff: "Eigentlich hätte das Spiel einen anderen Sieger verdient gehabt, aber so ist Fußball eben manchmal. Wir haben wirklich kein gutes Spiel abgeliefert, aber trotzdem gewonnen. Von Platz 3 lassen wir uns jetzt nicht blenden. Auch heute waren das 3 weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, nicht mehr und nicht weniger."

Glücksgefühle auch bei Bornheims Trainer Denis Schaffhauser und seinen Gruppenligafußballerinnen: Nach zuvor nur einem Punkt aus 5 Spielen, konnte gegen die SG Oberau/Düdelsheim am vergangenen Mittwoch endlich der erste Sieg eingefahren und damit zumindest Anschluss an den Rest der Liga gehalten werden. Zunächst hatte Jenny Zitnik die SG mit einem Distanzschuss mit 1:0 (20.) in Front geschossen, bevor Marisa Stanic (48.) und Alex Galle (51.) mit einem Doppelschlag die Führung weiter ausbauen konnten. Auf der Gegenseite stand lediglich der Treffer von Annika Reutzel (83.) zum 3:1 zu Buche, sowie ein weiterer Pfostenschuss.

Trainer Denis Schaffhauser: "Heute haben wir uns mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung endlich einmal selbst belohnt. Allerdings war dieser Sieg auf Grund unserer Tabellensituation aber auch lebensnotwendig. Jetzt haben wir zumindest einmal den Anschluss geschafft, müssen in den kommenden Spielen aber nachlegen. 

CS