Schmerzhafte Niederlage

Eine im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhafte Niederlage musste die SG Bornheim am vergangenen Spieltag beim Regionalliga-Absteiger Rüsselsheim hinnehmen. Nach dem 1:5 bei den „Opelanerinnen „ fiel die Michel-Elf auf Platz auf Platz 9 in der Tabelle der Hessenliga zurück und muss zudem mit Sandra Ott, die sich einen Bruch der linken Hand zuzog, sowie Jenny Zitnik zwei weitere verletzte Spielerinnen beklagen. Weiter auf Erfolgskurs ist derweil Bornheims „Zweite“, die im Derby bei der TSG 51 durch ein Strafstoßtor von Alex Galle zu einem 1:0-Erfolg kommen konnte.

Für Bornheim hatte die Partie in Rüsselsheim eigentlich verheißungsvoll begonnen, nachdem Damla Bulut bereits nach 10 Minuten per Freistoß zum 0:1 erfolgreich war. Die Freude über diesen Führungstreffer währte jedoch nicht lange, nachdem Opel nur 4 Minuten später durch einen von Ginalolita Buglisi verwandelten Strafstoß ausgleichen konnte. In einer auch weiterhin weitestgehend ausgeglichen verlaufenden Partie sollte sich jedoch kurz vor der Pause (36.) eine der Schlüsselszenen des Spiels ereignen. Nach einem Foulspiel kurz vor dem Rüsselsheimer Strafraum stürzten sowohl eine Spielerin der Gastgeber als auch Bornheims Sandra Ott und Jenny Zitnik so unglücklich übereinander, dass beide Bornheimer Spielerinnen das Feld verletzt verlassen mussten. Den nachfolgenden Freistoß von Steffi Löhr konnte Saskia Reiser im Tor des SCO jedoch entschärfen. Als Opel quasi mit dem Pausenpfiff (45.) durch Jessica Bartsch sogar mit 2:1 in Führung gehen konnte, schwante bereits so Manchem im Bornheimer Lager nichts Gutes.

Die gehegten Befürchtungen nahmen nach dem Seitenwechsel dann auch sehr schnell konkrete Formen an, als Lorena Bernadie (52.) und die Ex-Bornheimerin Asrun Sigurdardottir (56.) binnen 5 Minuten auf 4:1 erhöhen konnten. Zwar wehrte sich die SG auch weiterhin nach Kräften, schaffte es aber nicht, dem Gegner –wie noch in Halbzeit eins- auf Augenhöhe Paroli bieten zu können. Dennoch bot sich Mirwat El Sahhar noch einmal die Gelegenheit auf 2:4 zu verkürzen (75.), jedoch scheiterte sie an Torhüterin Reiser. Zu allem Überfluss entschied Schiedsrichter Ackermann (Wiesbaden) 5 Minuten vor dem Spielende nach einem vermeintlichen Foul abermals auf Strafstoß, hinterließ mit seiner Entscheidung aber zumindest auf Bornheimer Seite erhebliche Zweifel an ihrer Berechtigung. Abermals war es Buglisi die sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und mit ihrem zweiten Treffer an diesem Nachmittag den 5:1-Endstand erzielte.

„Wir haben heute in der zweiten Halbzeit vor allen Dingen läuferisch abgebaut und konnten nicht mehr entsprechend dagegenhalten. Das war für die Hessenliga deutlich zu wenig“ zeigte sich dann auch Trainer Michel mit der Leistung seines Teams mehr als unzufrieden und fügte an: „Spätestens jetzt sollten alle begriffen haben, dass wir uns bereits im Abstiegskampf befinden! „

Einen wesentlich entspannteren Spieltag durfte sein Bornheimer Kollege Edrinc Özkuscu erleben, der mit dem Gruppenligateam nach dem Auswärtserfolg bei der TSG 51 Spitzenreiter Haitz weiter dicht auf den Fersen bleibt. Allerdings bedurfte es trotz einer ansprechenden Bornheimer Leistung eines von Alex Galle verwandelten Foulelfmeters (60.), um die Punkte auf dem eigenen Konto verbuchen zu können. Zuvor war Darina Prissjashnik im Strafraum zu Fall gebracht worden.  „Wir haben heute trotz des Ausfalls einiger Leistungsträgerinnen ein gutes Spiel gezeigt, auch wenn uns der ungewohnte Hartplatz am Anfang einige Probleme bereitet hat“ war Özkuscu dementsprechend zufrieden. Ein Sonderlob hatte der Trainer zudem für seine Spielführerin Alex Galle, sowie für die erst 16-jährige Nachwuchstorhüterin Lara Krämer bereit: „Alex war wieder einmal der Dreh- und Angelpunkt in unserem Spiel und auch Lara hat mit der Sicherheit die sie ausstrahlt, wesentlich zum Erfolg beigetragen.“

Am kommenden Wochenende warten in der Gruppenliga mit der FSG Usinger Land und in der Hessenliga mit den SF BG Marburg zwei Heimspiele auf die Bornheimer Teams. Während die „Zweite“ ihre Erfolgsserie weiter ausbauen will, steht das Hessenligateam vor einer richtungsweisenden Partie. „Mit Marburg erwarten wir einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg und können mit einem Dreier Luft zu den Abstiegsrängen schaffen“ weist Abteilungsleiter Christoph Schaaff auf die Bedeutung dieses Spiels hin. „Allerdings werden wir uns von einer anderen Seite als zuletzt zeigen müssen, wenn wir diese Feuerprobe erfolgreich bestehen wollen“, nimmt Schaaff vor allem die Mannschaft in die Pflicht.

CS