Saisonauftakt gerät zum Debakel

Usinger TSG – SG Bornheim 6:0 (2:0)

Freitag, 01. August 2014
Mit 6:0 überrollt der Verbandsliga-Absteiger aus Usingen den Sparkassen-Cup-Sieger aus Bornheim und setzt hinter seine Titelansprüche ein dickes Ausrufezeichen.
Das Positive zuerst: Angelo Ballacchino, Bornheims bemitleidenswerter Torwart an diesem Abend, verhinderte ein noch größeres Desaster, Yuto Kamba, endlich spielberechtigter Neuzugang aus Japan, kam zu seinem ersten Einsatz, und kein Spieler der Verlierermannschaft hat sich ernsthaft verletzt.
Die Vorfreude, auf diese im Vorfeld als Spitzenspiel ausgewiesene Partie, verpuffte schon nach wenigen Minuten. Bornheim fand ungewohnterweise in keiner Phase des Spiels Zugriff auf selbiges. Usingen bestimmte vom Start weg das Geschehen, kontrollierte Ball und Gegner. Man kann es nicht anders sagen: das war ein Klassenunterschied! Die Mannschaft vom neuen Trainerteam Rudolf/Azmal wirkte nicht nur müde, sie wirkte ob Usingens Stärke beeindruckt. Was Bornheim noch vor wenigen Tagen auszeichnete, mit guter Technik, hoher Laufbereitschaft und viel Ballbesitz den Gegner beherrschen – nichts davon war an diesem Abend zu sehen. „Völlig leidenschaftslos“ sagte Bornheims Trainer Maik Rudolf mehr zu sich selbst, nach wiederholtem Ballverlust seines Teams.
Usingens Führung, das lag in der Luft, war nur eine Frage der Zeit. Und die kam in der 27. Minute. Tim Pelka traf aus kurzer Distanz und spätestens nach dem 2:0 durch Denis Crecelius in der 36. Minute war den rund 100 Zuschauern klar. „Da brennt heut’ nichts mehr an.“ Was auch immer Maik Rudolf seinen offensichtlich doch vom Sparkassen-Cup-Sieg müden Spielern in der Pause auch sagte: es zählte in der 52. nicht mehr, da stand es schon 4:0. Christian Liebig zum 3:0 (47.) und erneut Pelka hatten für die TSG getroffen. Nicht einmal den Willen zur Schadensbegrenzung brachten Bornheims Spieler an diesem denkwürdigen Abend noch auf. Erneut Crecelius 5:0 (78.), und Nils Wielpuetz 6:0 (83.) machten das halbe Dutzend voll.
Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt … so nah beieinander liegen im Fußball Erfolg und Misserfolg. Nun wird es sich zeigen, ob und wie die Mannschaft diesen Dämpfer verarbeitet. Zeit genug bis zum 2. Spieltag am 8. August sollte sein. Dann geht es erneut in den Taunus, zum FC Neu-Anspach.
Das Negative zum Schluss:
Verlieren ist nicht schön. Hoch verlieren schon mal gar nicht. Aber als sportlich fairer Verlierer, und das muss unser Anspruch sein, sollten die Fehler in erster Linie bei sich und nicht beim Schiedsrichtergespann gesucht werden. (GG)

Die Mannschaft:
Ballacchino, Gutberlet (46. Till Schmankel), Paul Schmanke, Cordes, Beutel (61. Bastian Heinz), Kula (61. Kamba), Rummel, Schneider, Tewelde, Troll, Koch.

 

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