Bornheim mit Glück

VfB Petterweil – SG Bornheim 2:2 (1:0)
Sonntag, 3. Mai 2015

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Es gibt Dinge, die mag der fußballspielende Bornheimer auswärts gar nicht: eine holprige Wiese mit zwei Toren, Dauerregen und einen Gegner am Tabellenende, der sich mit rustikaler Gangart gegen den Abstieg stemmt.


Dinge, mit denen man beim Gastspiel in Petterweil aber durchaus hätte rechnen können. Aber erst nach 80 Minuten hatte die Rudolf-Elf, mit neuem 4-2-3-1-System, den Dreh raus – in Tornähe einfach mal auf's Tor schießen. Petterweils Campagna war den Gästen in dieser Hinsicht voraus. Der probierte genau das in der 27. Minute, mit einem Schuss, fest, flach, auf's kurze Eck. Und siehe da, das runde Spielgerät rutschte Bornheims Colombo auf dem nassen Untergrund durch die Hände und über die Torlinie. Die Führung war gar nicht mal unverdient, da es Petterweil zum einen mit der Devise "hinten kompromisslos und vorne schauen was passiert" und zum anderen mit rustikaler Spielweise verstand, Bornheim phasenweise den Schneid abzukaufen. Außenverteidiger Paul Schmanke nach dem Spiel: "Die haben das aber auch ganz gut gemacht".  Dass Petterweils Abwehrspieler Petkovic den Ball nicht nur unermüdlich nach vorne schlagen konnte, bis die Leiste schmerzte, zeigte er in der  61. Minute. Da drosch er die Kugel nach einem Eckball aus nächster Nähe zum 2:0 in die Maschen. Seinen fernsehreifen Jubellauf mit nacktem Oberkörper verewigte Schiedsrichter Joshua Herbert aus Nüsttal entsprechend mit Gelb. Erst in der Schlussviertelstunde kamen die Bornheimer zwingender in die gegnerische Hälfte. Atzbergers Anschlusstreffer in der 84. Minute zum 2:1 ließ beim Petterweiler Trainergespann Pausch/Krieger sicherlich Schlimmes ahnen, und aus Sicht der Gastgeber kam es, wie es für einen Tabellenletzten nun mal kommt. Erst verhinderte Colombo mit glänzender Parade in der 90. Minute das sichere 3:1, dann traf drei Minuten nach der regulären Spielzeit Schneider aus halbrechter Position zum 2:2 Ausgleich. Aus Bornheimer Sicht war dieser Auftritt sicherlich glücklich, unter dem Strich aber mehr als unbefriedigend. "Ich habe das Gefühl, dass einige Spieler das Saisonende herbeisehnen.  Nur so kann ich es mir erklären, wie wir uns auf dem Platz präsentieren." Sagte Maik Rudolf nach dem Spiel. (GG)

Die Mannschaft: Colombo, Münzel, P. Schmanke, Marti, Borchardt, Skor, Kamba, Rummel, Schneider, Troll, Reither
Auf der Bank: Ballchino, Heinz, Beutel, Atzberger

Zuschauer: 60

Schiedsrichter: Joshua Herbert (Nüsttal)

Tore:
1:0 Campagna (27.)
2:0 Petkovic (61.)
2:1 Atzberger (84.)
2:2 Schneider (90.+3)