Rummels kurze Torfreude

SG Bornheim – FG Seckbach 1:1 (1:1)
Sonntag, 22. November 2015

  • dsc_2143
Das prestigeträchtige Gruppenligaderby aus dem Frankfurter Osten endet unspektakulär mit einem Remis.


Das angekündigte Derbyfieber zwischen der SG Bornheim und der FG Seckbach stellte sich am Ende nur als leicht erhöhte Temperatur heraus. Mehr gab das traditionelle Nachbarschaftsduell, das bei frostigem Ostwind dennoch gut 200 Zuschauer auf den Sportplatz lockte, nicht her.

Bornheim hatte in der Anfangsphase Probleme mit einem geordneten Spielaufbau. Seckbach agierte kompakt und sehr konzentriert. Den ersten Aufreger gab es nach 15 Minuten als Dennis Borchardt ungewohnt fahrig den Ball verlor und Seckbachs Milad Wardak alleinstehend vor Bornheims Schlussmann Gianluca Colombo die Führungschance vergab. Über weite Strecken neutralisierten sich beide Teams, vieles spielte sich im Mittelfeld ab, Halbchancen gab es hüben wie drüben. Nach einem Einwurf traf Simon Rummel in der 25. Minute per Kopf zum 1:0 für Bornheim. Die ausgelassene Freude über Rummels ersten Saisontreffer währte nur kurz, da traf Seckbachs Gabriel Fustero nur zwei Minuten später nach einem Abwehrdurcheinander zum 1:1 Ausgleich.

Seckbach versteckte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Laufstark und taktisch gut eingestellt ließen sie den Bornheimern wenig Platz das sonst sichere Passspiel aufzuziehen. Und wenn die Gastgeber mal in Seckbachs Strafraum drangen war ein gegnerisches Bein im Weg oder Gästekeeper Enver Osmanovic zur Stelle, wie in der 80. Minute als er einen Rummel-Schuss überragend aus dem Winkel wischte. Auch Benni Beutels Großchance blieb ungenutzt, als er den Ball aus bester Position über das Tor setzte.
Bornheims Chance ab der 75. Minute in Überzahl, Joschua Lyzcarz musste nach Ellbogencheck mit Gelb-Rot vom Platz, die Partie noch siegreich zu gestalten, stemmten sich zehn diszipliniert kämpfende und spielende Seckbacher mehr als beachtlich bis zum Schlusspfiff entgegen.
Fazit: Ein gerechtes Unentschieden mit dem beide Mannschaften gut leben können und – bis auf eine Ausnahme – ein ausgesprochen faires und ruhiges Derby, was einige Bornheimer Haudegen aus vergangenen Jahrzehnten nörgelnd auf den Plan rief, "Früher, bei uns, da war viel mehr Pfeffer drin". (GG)

Die Mannschaft: Colombo, T. Schmanke, Richter, Koch (C), Renner, Borchart, Rummel, Troll, Beutel (87. Stanskus), Schneider (62. Skor), Elford (72. Karan), Auf der Bank: Ballachino

Tore: 1:0 Rummel (25.), 1:1 Fustero (27.)

Gelbe Karten: Renner (45.) – Urban (31.), Lyzcarz (68.), Wardak (90.)

Gelb-Rote Karte: Lyzcarz (75.)

Schiedsrichter: Dennis Schürg (Fulda), Assistenten: Andreas Karl, Christian Mehler-Kjer

Zuschauer: 200

Besonderes Vorkommniss 1: Der ehemalige Bornheimer Defensivspezialist Alexander Rambow lief erstmals und somit ungewohnt im Trikot der FG Seckbach auf; zudem noch bestens gelaunt.
Besonderes Vorkommniss 2: Weil der Fotograf fror wie ein Schneider stammen die Artikelfotos ausnahmsweise nur aus der ersten Halbzeit.