Wie kam das Kinder- und Familienzentrum auf dem Sportplatz zustande?

"Wir waren auf der Fahrt zu einem Turnier in Spanien. Es war Ende der 90-er Jahre. Auf einem südfranzösischen Rastplatz hielten wir an und begannen spontan zu kicken. Wir hatten richtig Spaß. Da sagte jemand:"Stellt euch vor, wir hätten auf unserem Vereinsgelände ein eigenes Haus, in dem wir mal so richtig die Wände wackeln lassen können." Das war die Idee. Das war der Startschuss. Unser Projekt war geboren." (Ein Jugendspieler der SG Bornheim 1945 e.V. Grün-Weiß zur Eröffnung des Kinder- und Familienzentrums, Anfang 2007)

"Jugendliche engagieren sich für Kinder" – so lautete Anfang der 90-er Jahre das Motto eines sozialen Experiments des Sportvereins. Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr trainierten Kinder mit Begleitung von Erwachsenen. Dieses Projekt verfolgte das Ziel, Jugendliche an der Gestaltung ihrer Freizeit aktiv zu beteiligen und soziale Verantwortung für Kinder im Verein zu übernehmen. Eine Folgewirkung: Männliche Jugendliche unterschiedlicher kultureller Herkunft arbeiten heute als Erzieher in sozialen Berufen.

Ende 2002 bot sich die Chance, den am Anfang zitierten Wunsch des Jugendlichen zu verwirklichen. Die Spendeninitiative des Jugendleiters zum Bau eines "Hauses der Zukunft" führte zu einer beispielhaften Kampagne des Sportvereins in der Öffentlichkeit. Das persönliche Engagement von zahlreichen Einzelpersonen, Frankfurter Unternehmen und Stiftungen, Eigenmittel des Vereins, Spenden und Sonderaktionen der Mitglieder, Fördermittel des Sportamtes und Soialdezernates sowie des Sportministeriums des Landes Hessen bilden die Finanzierungsgrundlage und führten Anfang 2007 zur Eröffnung der Einrichtung. Eine besondere öffentliche Anerkennung erhielt der Verein durch den Deutschen Fußballbund: Die Bekanntgabe des Aufgebots zur Fußballweltmeisterschaft (2006) auf dem Sportplatz des Vereins durch das Trainerteam (u.a. Klinsmann, Löw) und die Beteiligung der Nationalspieler an dem Kauf von Spendenbausteinen führte zu einer hohen Medienpräsenz und öffentlicher Aufmerksamkeit.

Das KiFaZ wird vom Hessischen Sozialministerium gefördert

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